Hab’ ich einen an der Waffel?

Teelöffel

Ausgelöst durch den Facebook Kommentar über mein Waffelrezept habe ich das Rezept gestern rausgeholt und Waffeln gebacken. Auch wenn das hier kein Food-Blog werden solll, konnte ich so den Sohn glücklich machen und gleichzeitig einen Blogbeitrag vorbereiten.

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Aber ein Warnhinweis vorweg:

Dieses Rezept enthält einen Haufen Eier, viel Zucker und den halben Butterberg der EU.

Wer trotzdem weiterlesen mag, sei herzlich willkommen im Club der Faltenglätter, alle anderen sollten hier aufhören und morgen wieder reinschauen. Ich bin da etwas Sekt oder Selters, Diätvarianten sind nicht mein Ding. Wenn, dann richtig, oder ich lasse es lieber gleich sein. Wem aus medizinischen Gründen bestimmte Inhaltsstoffe verboten sind, darf aber gerne variieren.

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Ich glaub’, ich hab’ das Rezept in den letzten Jahren mindestens 10 mal umgerechnet, bis ich dann zu folgender Faustformel gekommen bin:

Eier kann man nicht teilen, daher das Rezept für ein Ei und die dazugehörigen Mengen. Das reicht für gut eine Person. Entweder man isst ein paar mehr, oder hat noch ein paar kalte für den nächsten Tag. Kalt sind die übrigens auch sehr lecker.

Also:

1 Ei
50 g Butter
40 g Zucker
75 g Mehl
50 g Milch
1 Prise Salz (so ein paar Krümel zwischen den Fingern)
1/2 Päckchen (4 g) Vanillezucker
1/4 Teelöffel (1,2 g) Backpulver

Alle Teelöffel sind  sehr unterschiedlich (siehe oben). Wenn der Teig beim Backen nicht fluffelig wird, war es zu wenig. Wenn’s nach Backpulver schmeckt (mit so komisch schieren Zähnen) dann war es zu viel. Oder eben mit einer genauen Waage wiegen. Tama (meine leider verstorbene Großtante) hat in alles ein Schüsschen Rum mit rein getan, wenn sie Backpulver verwendet hat. 

Die Milch wiege ich immer ab, ist einfacher und auch weil die üblichen Messbecher meist nicht sehr genau sind. Aber selbst das ist nicht tragisch, dann wird der Teig nur etwas flüssiger oder fester.

Eigentlich soll man ja die Zutaten alle  auf Zimmertemperatur bringen und dann ein Ei nach dem andere dazu tun, ich kloppe einfach alles in die Schüssel und rühre mit dem Mixer. So gerinnt der Teig zwar manchmal, ich rühre dann aber einfach weiter bis er sich wieder verbindet, das funktioniert hierbei immer (anders als bei Mayonnaise).

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Beim “Schüsschen” Rum fällt mir gerade wieder auf, wie der Düsseldorf alles ins Diminutiv setzt. Da kommt kein Schuss rein, sondern eben ein Schüsschen.

Man isst auch ein “Äppelken” und keinen Apfel, ein Stückchen Kuchen und kein Stück und trinkt kein Bier, sondern ein Bierchen. Wobei ein Altbierbecher im Vergleich zu einer Maß auch nur ein Bierchen ist. Aber auch, wenn man am Abend 10 oder mehr Bier hatte, war man nur “ein Bierchen trinken”. Und es gibt auch nur Schnäpschen.

Auf das viel zitierte und dem Düsseldorfer zugeschriebene Pelzmäntelchen von der Kö gehe ich hier nicht ein.

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Und dann gibt es noch die Variante als Schokowaffeln mit gutem Kakao. Das lösliche Zeug (Kaba, Nesquick oder ähnliches) taugt da nix, da ist zu viel Zucker und zu wenig Kakao drin. Also schwach entöltes Kakaopulver zum Backen z.B. von Bensdorp nehmen. Die Menge ist wieder für eine Person:

1 Ei
50 g Butter
45 g Zucker
75 g Mehl
110 g Milch
1 Prise Salz (so ein paar Krümel zwischen den Fingern)
1/2 Päckchen (4 g) Vanillezucker
1/4 Teelöffel (1,2 g) Backpulver
30 g Kakaopulver

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Als die Teige fertig waren, habe ich herzhaft in den Schrank gegriffen und das Waffeleisen war nicht da. So einen an der Waffel habe ich jetzt aber nicht, dass ich nicht mehr weiß, wo das Waffeleisen ist. Denn schließlich steht der Sohn auf Waffeln und die werden auch mal außer der Reihe gebacken. Wo es hin sein könnte, konnte der Sohn bestätigen. 

Soll es da bleiben und glücklich werden. Wir haben uns dann noch schnell ein neues gekauft.