smart – clever, gewitzt

kein Rotkehlchen

Christian hat ja neulich dieses super-duper-macht-von-selbst-Fotos Dingen vorgestellt. Ich mag ja solche Gimmicks.

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Was ich im Gegensatz zu ihm nicht bin: Ich bin kein Gebrauchsanweisungsleser.

Klar gibt es die, die man sich eh ersparen kann, weil sie unbrauchbar sind. Aber auch die richtig guten lese ich nicht durch, sondern schlage nur was nach. Also auch mal wieder mehr Frage-Antwort, ein bisschen mit dem Gerät rumspielen und nicht weiterkommen, nochmal nachschauen, wie eigentlich die Rufnummernunterdrückung funktionierte, sowas halt. Und da muss ich natürlich dann wissen, wie das heißt, und wo ich das finde. Das Inhaltsverzeichnis hilft da selten weiter und ein Stichwortverzeichnis gibt es auch kaum noch.

Online-Anleitungen oder auch PDFs sind mir da lieber, für die Suche reicht meist ein Wort, das zwar mehrere Treffer hat, die aber schnell durchgeklickt sind.

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Gestern Mittag war der Neid auf das Dings dann besonders groß, weil der Sohn festgestellt hat, dass die Rotkehlchen in unserem Brutkasten für Halbhöhlenbrüter, na was wohl, brüten.

Als Erstes habe ich 5 Minuten mit der Kamera im Anschlag davor gehockt und darauf gewartet, dass da endlich mal so ein Elterntier anfliegt und füttert. Die Rotkehlchen sind ja sonst auch nicht scheu, aber es kam keins.

Wär das nicht schön, wenn ich jetzt die Kamera einfach nur auf’s Stativ stellen könnte, und der Trigger immer die perfekten Fotos einfangen würde?

Ich habe sie dann auf Video gestellt und drei 4 GB Filme aufgenommen.

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Gestern Abend dann langweiliges durchgucken, 39 Minuten lang Baumstamm mit Brutkasten auf Bildschirm, aber kein Rotkehlchen zu sehen.

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Sind wir jetzt Individuen oder ist das nur die Synchronizität von Ereignissen? Jedenfalls hat Christian gestern versucht seine Vogeltränke mit dem Trigger zu fotografieren, vermutlich um einen Vogel drauf zu haben. Sein Ergebnis ähnelte meinen, aber ich denke mal, dass er die Bilder schneller durchklicken konnte. Aber ich warte jetzt erstmal ab, wie sich das bei hm weiter entwickelt, bevor ich den Trigger auf meine Wunschliste setze.

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Wenn ich hier einen Absatz mit einem “1. ” anfange, dann denkt sich das Programm “Ah, der Mio will wohl eine Nummerierung machen. Helfe ich ihm doch mit einer Formatierung weiter.” und konvertiert das in eine nummerierte Liste, ob ich will oder nicht. Nehme ich diese Formatierung raus, ist das “1. ” auch wieder weg. 

Aber ich habe es überlistet. Ich schreibe meinen Text, füge dann davor ein Freizeichen ein und dann erst wiederum davor das “1.” aber jetzt ohne Leerzeichen. Ich glaube, sowas nennt man Workaround.

Habe ich schon mal gesagt, dass ich diese ganzen “smarten” Funktionen hasse, bei denen eine unintelligente Software meint besser als ich selbst zu wissen, was ich gerade will?

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Mein Laptop meinte in den letzten Tagen vor der Wärme auch kapitulieren zu müssen. Das ging einfach immer wieder aus. Und dann habe ich mich an ein Tool erinnert, das ich mal benutzt habe, um Bluetooth auf seinem Vorgänger zu aktivieren: tpfancontrol.

Eigentlich soll ja das Bios den Ventilator steuern und eigentlich ja auch perfekt auf das Gerät abgestimmt. Komischerweise kann das aber tpfancontrol besser.

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Kann das sein, dass ich heute meinen Technik-Bashing-Tag habe?

Aber der Duden klärt auch da zu “smart” auf:

“Herkunft: englisch smart, zu: to smart = schmerzen, verletzen, also ursprünglich = schmerzend, schmerzlich, dann auch: scharf, beißend, schneidend”

Passt, finde ich.

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Bei dem ganzen unwürdigen Schwarzer-Peter Spielen der EU-Staaten mit den Bootsflüchlingen und der aktuelle Situation rund um die “Sea-Watch 3”, bei der sich wieder alle wie im Kindergarten benehmen, wenn es darum geht, den Sandkasten aufzuräumen, hier nochmal der Wahlwerbespot von “Die Partei” zur Europawahl.

Auch das schmerzt.

Resteessen – Himmel un Ääd

Kaulquappen

Heute mal ein bisschen Kraut und Rüben, was so übrig geblieben ist.

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Im Mai haben wir unseren “Pool” entsorgt, der aufblasbare Ring war nach ein paar Jahren dann doch hin.

Ja, ja, eigentlich sollte man das Teil nicht das ganze Jahr draußen stehen lassen, aber den Klumpsch aufzubauen, ohne Falten im Boden zu haben, war schon beim ersten Mal eine Qual. Vom Abbauen habe ich nur in Vollmondnächten geträumt, wenn ich einsam auf einem Hügel stand und geheult habe.
Vermutlich hätte das auch funktioniert. Ob er dann nicht auch schon kaputt wäre, ich denke schon.

Zurück. Wir haben das Wasser abgelassen, oder besser gesagt den Garten geflutet, 7m³ wollen ja irgendwo hin. Und dann hat er mit dem Restwasser erstmal gestanden, vielleicht, dachten wir, fällt uns noch was ein. Fiel nicht, also zerschnibbel, in handliche Stücke.

Und siehe da: er war schon bewohnt.

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Wir haben einen Teich. Nee, wir hatten einen kleinen Teich. Okay, noch weiter zurück.

Ich hab’ mal im Garten einen Sandkasten gegraben, so schön mit Holzbrettern und Sitzflächen an den Seiten, 2x3m und einen halben Meter tief. Daneben kam dann ein kleiner Teich mit zwei Fischen, so ein 120 Liter Teil. Als der Sandkasten “Out” wurde, kam der Sand raus, eine Teichfolie rein, mehr Fische und Wasser (in umgekehrter Reihenfolge) und ein Wasserlauf vom kleinen zum großen Teich. Nach mehrmaligen Besuchen des Reihers blieben nur noch ein paar Moderlieschen und schlammbraune Goldfische übrig. 

Diesen Winter ist dann der Holzrand eingekracht und hat mit den darauf liegenden Bruchsteinen eine neue Böschung modelliert. Und zack, jetzt weiß ich auch wohin der Frosch/die Kröte umgezogen ist.

Ob Frosch oder Kröte, ich bin kein Biologe, auf jeden Fall so ein Hüpfedingen, dessen Nachkommenschaft den Weg mittels Metamorphose über die Zwischenform Kaulquappe nimmt. Comments below.

Minifrosch mit Restschwanz
Minifrosch mit Restschwanz – zum Größenvergleich vorne im Bild ein abgefallenes Blatt vom Kirschlorbeer

Quaken habe ich es noch nicht gehört, wenn das noch kommt, wird es wohl ein bisschen lauter werden, aber eine sehr romantische Vorstellung das ist.

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Hab ich schon erwähnt, dass mir zu warm ist?

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Himbeer-Ausbeute von gestern auf heute: 8 Stück. Papa 0 : 8 Sohn, und die Stachelbeeren werden wohl auch erst zum nächsten Jahr was. Kann man eigentlich um die Jahreszeit noch Himbeeren pflanzen?

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Das darf ich Euch nicht vorenthalten: Wir wohnen am Freibad, ab 11 hr sind keine Parkplätze mehr da, ab 14 Uhr ist die Kurve einseitig blockiert. Sehr lustige Unterhaltung, wenn dann gut gelaunte Menschen bei schönen Wetter ihrem Freizeitvergnügen nachgehen, mit Schimpfen,  Fluchen, Schreien, Hupfen und quietschenden Reifen.

Freibad Annen
Freibad Annen

 

Zur Würze dann noch ein Schulbus und DHL. Perfekt.

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Paul ist auch zu warm, der liegt im Bad auf den Kacheln.

Paul
Paul

Ich hör jetzt auf für heute und setz’ mich unter den Baum.