Müde bin ich, Känguru

… schließe meinen Beutel zu,
lege noch die Ohren an,
damit ich besser schlafen kann.

Der Tag gestern fing schon damit an, dass der Wecker gleichzeitig mit einer Whatsapp klingelte. Das hat mich aus dem Tiefschlaf gerissen und ich war intellektuell nicht in der Lage, das dann Gelesene zu verstehen, geschweige denn irgendwie zu antworten.
Das Frühstück zu machen ging noch mit Autopilot und auch den Weg zur Schule des Sohns habe ich so geschafft. Gegen 10 Uhr konnte ich schon wieder geradeaus denken, um die Ecke aber noch nicht.

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Die Produktion meinte mich Freitag darüber informieren zu müssen, dass es an der Toilette, die eigentlich diese Woche installiert werden sollte, noch eine Planänderung wegen der Barrierefreiheit gäbe. Nach einigem Hin-und-Her, in das sich Dienstag auch noch der Bürgermeister einschaltete, konnte ich den Kunden dann damit beglücken, das sie wohl erst Anfang Juli aufgestellt wird. Da musste ich schon ziemlich zu Kreuze kriechen, vor allem, weil ich vor 1 1/2 Wochen den ursprünglichen Termin noch bestätigt bekommen und auch entsprechend weiter bestätigt hatte.

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Auf dem Weg zum Kinderchor kam die Müdigkeit wieder. Eigentlich wollte ich während der Wartezeit noch was geschrieben haben, aber nach 3 Minuten war die Konzentration so weg, dass ich am Ende des Satzes nicht mehr wusste, wie ich ihn angefangen hatte. Gut, dass ich das Bett jetzt hinten im Kofferraum habe, die eine Stunde Tiefschlaf hat mich gerettet.

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Am Abend hab’ ich dann nur noch den Daily Vlog der Narrowboat Experience geguckt. Kath und Anna haben ein neues Boot gekauft und ziehen jetzt um:

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Nachdem ich gestern noch über die Wärme und die feuchte Luft gestöhnt habe, bin ich heute Morgen dann wieder in kurzen Hosen und T-Shirt raus. Fehler!!!

Boah – war – das – kalt !

Den Sohn habe ich natürlich immer noch wie der Sommertroll gekleidet abgeholt. Ich kann ja dickköpfig sein, mal sehen, wer länger Recht behält, das Wetter oder ich.
Der Sohn steigt ein und lobt das Wetter für seine frische Luft, die ihn ans Meer erinnert. Er hat eine lange Hose an, ein langärmeliges Hemd und eine Jacke.
Vielleicht bin ich ja immer noch nicht ganz wach und sollte mich doch nochmal hinlegen.

Geh’ mach nur einen Plan

Ich muss ja heute doch nochmal auf ein Detail der Campervan-Conversion eingehen.

In Fahrtrichtung links gehen ja vier Leitungen für Warmwasser und Klima der Zusatzheizung an der Schiebetür entlang. Die waren für den Boden furchtbar im Weg. Ich habe die Bodenplatte an der Stelle weg gelassen, das Bett auf einer zusätzlichen Platte montiert und diese dann auf dem Boden liegend über die Rohre geschoben und  verschraubt. Und damit das Kopfteil der zweiten Betthälfte nicht tiefer steht oder anders gebaut werden musste, habe ich das auch auf einen passenden Rest einer Platte montiert.

Erst als schon alles fertig war, ist mir dann aufgefallen, dass ich dadurch ja diese ganze Installation auch super einfach wieder aus dem Auto nehmen kann, wenn ich doch mal was richtig großes transportieren muss. Dazu brauche ich nämlich nur die Platte losschrauben und kann sie dann inklusive Bett heraus heben.

Jetzt könnte ich mich ja für diese geniale Idee feiern lassen, wäre aber nicht mein Ding. Es war einfach ein glücklicher Zufall. Dazu stehe ich, selbst wenn viele versuchen die tollsten, schönsten und intelligentesten zu sein. Wer sich selbst erhöht …

Dass ich damit so einfach die Rohre überbrücken konnte und auch noch das Bett einfach und stabil montiert bekommen habe, auf die Idee bin ich stolz, weil sie mir viel Arbeit erspart hat.

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Aber eigentlich ist es doch gar nicht so wichtig, woher eine gute Idee kommt oder ob sich das rein zufällig ergeben hat.

Trotzdem möchte ich natürlich Quellen nennen. In meine Fall kommen viele Ideen von David Jones’ Kanal “Vandemonium”:

Und wenn ich ehrlich bin, ist er es auch Schuld, dass ich das gemacht habe. Er hat mir mit all seiner Unerfahrenheit gezeigt, dass man das trotzdem schafft, wenn man ´denn will.

Ein ganz fantastischer Mensch. Er hat vor 3 Jahren seinen festen Job als Fernsehjournalist gekündigt, sein Haus verkauft und ist auf ein Narrowboat gezogen. Und dieses Leben dokumentiert er in seinem anderen youtube-Kanal  “Cruising the Cut”. Sehenswert.

Campervan conversion

Da das Bloggen für mich ja noch recht neu ist, bekomme ich von einer Seite immer wieder Hinweise, dass ich dies oder jenes doch auch hier mit aufnehmen könnte oder, dass meine letzte (meist etwas abschweifende) Whatsapp-Nachrichten blogreif gewesen sei.

So auch bei dem Thema Campervan, der mich die letzte Woche mächtig auf Trab gehalten hat, weshalb ich auch nicht zum Schreiben gekommen bin. Ich habe aber auch im Kopf hin und hergewälzt, ob ich jetzt hier eine echte Dokumentation mache, oder nicht und wenn doch, dann wie.

Herausgekommen ist dann die kurze Variante, weil ich denke (oh nein, er denkt schon wieder!), dass das hier mehr die Variante Quick-n’Dirty ist und es sicherlich bessere Anleitungen zu Hauf im Netz gibt.

Aber das ist jetzt dabei rausgekommen:

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Zur Vorgeschichte kann ich nur sagen, dass ich bis auf ein paar Zeltlager als Pfandfinder aber mal so gar keine Erfahrung habe, was das Campen angeht. Aber mit dem ersten Keim zu dem Thema habe ich mich dann in Frankreich infiziert, als Frank mit seinem Wohnmobil bei uns im Urlaub zu Besuch war und wir am Stand einen Pastis mit Eis (!) getrunken haben. Das war Lebensqualität, das wollte ich auch, aber 1. fehlte das Geld für ein richtiges WOMO und 2. sind mir die Dinger auch meist zu klobig.

Der Keim bekam in den letzten beiden Jahren dann die ersten Blättchen, als ich mit dem Sohn auf dem Weg in den Urlaub nicht gestresst morgen um 5 aufgebrochen bin um dann so schnell wie möglich die 800 km hinter mich zu bringen, sondern wir schon am Abend vorher losgefahren sind, uns dann irgendwann nachts quer auf die Bänke gelegt haben und der Urlaub damit gefühlt schon einen Tag früher anfing. Und auch auf dem Rückweg haben wir so noch einen Tag geschunden.

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Ausgangspunkt für die ganze Aktion ist ein Peugeot Boxer L1H1, also ein kleiner Transporter aber in der Bus-Variante mit Scheiben und Verkleidung hinten und einer Zusatzheizung. Als dann vor zwei Wochen die Bank verkauft war, sah das ganze so aus:

Erstmal ging es dann ans “Entkernen”, wobei ich jetzt nicht isoliert und auch den Plan alles in Sperrholz auszukleiden und mit Filz zu bekleben schnell verworfen habe. 

Die Latten für den neuen Boden habe ich dann auch noch eingeklebt, damit der Kleber abbinden konnte.

To make a long story short:

Dienstag:

Teppich,

Baumarkt,

und Ikea (mit wieder viel mehr als ich eigentlich kaufen wollte).

Mittwoch

OSB mit der Säge “Stich” einpassen und auf die Latten schrauben,

nochmal zu Ikea und danach Bettgestell basteln.

Donnerstag

Bettgestell in Position bringen,

Lattenrost mit der Kreischsäge (ja, mit sch) sägen,

und Lattenrost ankleben und schrauben, auch am zweiten Kopfteil.

Und einmal ausprobieren, …, ich hätte ja so liegen bleiben können.

Freitag

Matratzen zuschneiden und abnähen,

Gardinen kürzen,

Einrichten und Teppich verlegen. Fertig, naja, fast.

Samstag

Samstag habe ich noch Beine für den Lattenrost des zweiten ausziehbaren Bettteils gebaut, aber irgendwie nicht mehr fotografiert, dann noch gepackt, das Chaos um mich herum beseitigt und dann ging es in Richtung Neandertal.

Der Parkplatz, den ich mir ursprünglich ausgesucht hatte, stellte sich dann doch nicht als ganz so romantisch heraus:

Aber ich habe noch ein schönes Plätzchen gefunden.

Sonntag

Danach ging es dann nach Düsseldorf, den Sohn einsammeln.

Ich muss sagen, es ist schöner und gemütlicher geworden, als ich es mir vorher vorgestellt hatte, vielleicht ein bisschen kitschig mit den Gardinen. Und meine Erwartungen an das, was ich mir davon erwartet habe, sind voll erfüllt worden. Denn was gibt es schöneres, als morgens mitten in der Natur wach zu werden, leichten Dunst auf der Wiese, einen frisch gekochten Cappuccino in der Hand und nur die Vögel singen hören und die Düssel plätschert leise dazu?

Ja, stimmt, am Stand stehen, einen kalten Pastis in der Hand, das Meer rauschen hören und den Sonnenuntergang beobachten. Aber das kommt auch noch.

Die mehr oder weniger 1000 Fragen (2)

Heute war große Shopping-Tour für den Camper und ich hatte keine Zeit groß zu schreiben. Aber auch wenn ich ja animiert worden bin eine Dokumentation zum Umbau des Transporters zu machen, heute nur Teil 2 der 1000 Fragen. Die kann ich so schön zwischendurch mal beantworten und an so Tagen wie heute eine Konserve öffnen.

Hier ging es übrigens los mit den Fragen, wer alle Antworten nochmal lesen will und auch mehr über die Fragen wissen möchte.

12. Was möchtest du dir unbedingt irgendwann einmal kaufen?

Das unbedingt stört mich jetzt, das klingt so nach „…wenn das nicht klappt, bin ich todtraurig“.

Ja, es gibt Dinge, die ich mir gerne einmal kaufen würde. Bei unbedingt fällt mir jetzt nur etwas zu Essen und zu Trinken für heute Abend ein, ich muss gleich noch einkaufen.

13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne?

Vielleicht wäre ich gerne ein bisschen ordentlicher und organisierter. Aber ich finde mich charakterlich, so wie ich bin, eigentlich ganz gelungen.

14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen?

Keine so wirklich, eher dann Vlogs auf youtube, sowas wie Cruising the Cut, Narrowboat Experience, Sampson Boat, Arcorn to Arabella und Vandamonium.

15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen?

So klassisch Phantasialand oder sowas? 1990 im Zivildienst mit der Werkstatt für angepasste Arbeit

16. Wie alt möchtest du gern werden?

So alt, dass ich mit dem, was ich zu dem Zeitpunkt noch machen kann, zufrieden bin. Auch mit jetzt fast 50 geht schon nicht mehr alles, aber nichts, womit ich nicht leben könnte.

17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück?

An jeden in der Normandie. Wenn ich dort ankomme, bin ich zurück an dem Ort, wo ich mich wirklich wohl fühle und an den ich ganz viele und eigentlich fast nur gute Erinnerungen habe.

18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an?

Die Unfassbarkeit, jemanden zu lieben aber nicht zurückgeliebt zu werden, nur gemocht, vielleicht als guter Freund. Das Herz zieht sich zusammen, der Boden geht verloren und die Welt bricht zusammen.

Chet Baker passt dann in jeder Form.

19. Hättest du lieber einen anderen Namen?

Nö. Ziemlich selten und eigentlich höre ich ihn sehr gerne.

20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt?

Ständig, aber nicht pathologisch. Ich hinterfrage gerne mein Handeln und Denken, zweifeln ist da aber wohl überzogen.
Die Situation echten Zweifels lasse ich hier aber raus.

21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken?

Ja und nein.

Mir ist schon wichtig, was die Menschen von mir denken, die mir wichtig sind und deren Meinung ich schätze.  Die versuche ich auch in einem inneren Dialog zu antizipieren, um Entscheidungen zu treffen.
Und nein, weil ich nicht mit dem Strom schwimme.

22. Welche Tageszeit magst du am liebsten?

Morgens um 5, mit dem ersten Kaffee auf der Terrasse und dem Gefühl den Morgen ganz für mich zu haben. Aber die Antwort gilt auch nur für den Sommer.

23. Kannst du gut kochen?

Gerne für andere, denen schmeckt’s und das glaube ich dann einfach mal.

24. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am besten?

Spätfrühling, Frühsommer und Altweibersommer (oder darf man das nicht mehr sagen?). Ich mag es, wenn die Luft ein bisschen frischer ist, so bis max 25°.

25. Wann hast du zuletzt einen ganzen Tag lang nichts gemacht?

Da stört mich schon wieder das nichts, das ist so wertend.

Man kann nicht nichts tun, so wie man nicht nicht kommunizieren kann. Und einfach mich mal nicht dem hektischen „Ich muss doch irgendwas tun, wie steh‘ ich denn sonst da?“ hinzugeben, finde ich schon sehr entspannend.

26. Warst du ein glückliches Kind?

Ja.

Das ist doch mal eine Antwort, die so richtig toll in einen Blog passt. Nicht viel schreiben, nicht viel zu lesen. Aber mehr kann ich dazu nicht sagen, weil jede Erklärung das nur verwässern würde.

27. Kaufst du oft Blumen?

Nein. Ich habe 3 Pflanzen in der Küche und der Garten wächst auch ohne mein Zutun, das hätte ich vor ein paar Tagen geantwortet. Aber dann habe ich den Schnitt ja völlig versaut und Lavendel in die Kübel an der Terrasse gepflanzt.
Sonst mal ab und zu ein Blümchen im Topf für den Küchentisch oder zum Verschenken.

28. Welchen Traum hast du?

Einen?

29. In wie vielen Wohnungen hast du schon gewohnt?

3 (noch kürzere Antwort als 26.)

30. Welches Laster hast du?

„Müßiggang ist aller Laster Anfang“ (Brecht/Weill – die 7 Todsünden)

Der Definition der 7 Hauptlastern des christlichen Abendlandes folgend dann mal bestimmt die Wollust, ein bisschen Faulheit und auch Völlerei (Reihenfolge aber nicht von mir, sondern von Wikipedia).
Aber ob das schon Laster sind, hängt ja auch davon ab, wo man die Grenze zieht.

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Hier gehts dann weiter mit noch mehr Antworten

Meinen Senf dazu

 

Als gestern um 18 Uhr die ersten Prognosen kamen, hab’ ich mich gefreut, mit der Zeit ließ die Freude nach, weil es einen ja dann doch ärgert, wenn die AfD ständig noch ein paar Zehntel dazu bekommt. Um kurz nach 8 und dann nochmal um 11 aber der Nackenschlag mit Frankreich und Italien und dem Gewinn der Rechtsextremen in diesem Ländern.
Und wo soll ich demnächst Urlaub machen? Auf Balkonien, weil in Witten wenigstens die Grünen gewonnen haben und die AfD es “nur” auf 9,11% gebracht hat?

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Ich bin ja nicht mehr ganz so frisch und habe mit meinen Eltern auch schon 1979 bei der Eröffnung von Ikea in Kaarst eingekauft. Und in den darauf folgenden Jahren war es ja so, dass man nicht immer alles bekam. Dann fuhren wir auch noch nach Kamen oder Godorf, weil wir den Geheimtip hatten, da gäbe es die gesuchte Schranktür oder die Beine für die Küchenschränke noch. Nachlieferungen standen meist in den Sternen.

Ich wollte ja jetzt im Camper Gardinen aufhängen, die von der Ikea sind zwar zu lang, aber ich habe ja eine Nähmaschine. Und die Matratze Jömna ist zwar auch zu breit und zu lang, aber sehr preiswert, und auch daran kann ich noch herumschnippeln und nähen.

Siehe da, die Matratzen bekomme ich in Wuppertal im Moment nicht, aber in Dortmund, nur dass da die Gardinen wieder nicht vorrätig sind. Ist also wie Anfang der 80er, damals hatten die Grünen auch einen Sprung in der Wählergunst gemacht. Geschichte wiederholt sich also doch.

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Aber genug genörgelt. Die Pfingstrosen blühen und die Rosen werden auch immer schöner:

 

Auf Regen folgt immer …

Sonnenschein. Das fing schon damit an, dass von DHL heute morgen um 3:35 Uhr die Nachricht kam, das Smarte Phone käme doch schon am Freitag. Um 12:54 war dann der Paketbote da, um 13:17 lief das Dingen schon wieder, auch wenn die diversen Updates, Installationen und Updates der Updates erst noch weiter installiert werden mussten.

Was ich ja so gar nicht verstehe: Im Januar hatte ich das gestern zerlegte Teil ja erst bekommen und damals nicht nur Modell und Hersteller, sondern auch von  Android 7 auf 8 gewechselt. Trotzdem war damals google  mit seiner Sicherung in der Lage selbst meine etwas komplizierten Email-Accounts bei Bluemail wieder herzustellen. Diesmal, gleiches Betriebssystem, gleiches Handy, keine Wiederherstellung der Email-Accounts.

Verstehen tue ich das jetzt nicht, auch wenn ich ja immer behaupte, Computer würden einen nicht ärgern, weil das eine zu menschliche Interpretation wäre. Die folgen ja immer nur ihrem Programm. Muss also doch ein Anfangswertproblem sein.

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Mit dem Camper-Van ging es auch weiter. Nach der Grundreinigung gestern habe ich dann heute die Dachlatten für die Unterkonstruktion des Boden zurecht geschnitten, mit der Hilfe von Hanzo, meiner Japansäge. Die hat zwar einen anderen Markennamen, ich nenn’ sie aber immer so, weil sie so scharf ist wie ein Hanzo-Schwert bei Tarantino. Das Auto heißt übrigens Georges, so benannt nach “Georges le Tueur” von Georges Wolinski.

Nach dem Zusägen habe ich die Klebestellen im Auto noch mit Aceton gereinigt und  dann die Latten festgeklebt. Nicht alle, irgendwann gingen mir die Steine zum Beschweren und der Bewegungspielraum aus. Aber seht selbst:

Ich behaupte nicht, dass das die beste aller Möglichkeiten ist, einen Transporter zum Camper umzubauen, aber für mich reicht es. Darauf kommen dann OSB-Platten, die hat sich der Sohn gewünscht, er findet die so schön und an die Fenster Gardinen von der Ikea. Und dann wird die Idee Camper-Van erstmalig auf den Prüfstand gestellt.

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Ich schulde Euch noch ein Bild vom Lavendel an der Terrasse.

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Im Hintergrund läuft immer noch Rüdiger Baldauf, am 22. Juni zu hören mit Edo Zanki und Joo  Kraus beim Düren Open Air, und für die, die es dahin nicht schaffen, am 3. Oktober in Hamm, dann mit Max Mutzke.

Auch für sowas freu’ ich mich auf den Camper Van.

Bitte Löschen

Ihr kennt auch die Tage die man am liebsten löschen würde.

Das fing schon damit an, dass ich gerne  gestern Nachmittag über ein in meinen Augen fremdenfeindliches Verhalten geschrieben hätte, was ich mir verkneifen musste, um eine mir sehr nahe stehende Person nicht wieder als Nestbeschmutzer im Rahmen institutionellens “eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus” darstehen zu lassen.

Weiter ging es dann mit dem Kommentar von Hannes Schrader in der Zeit zu Rezo’s “Ich zerstöre die CDU.”-Video. Bisher hatte ich die Zeit eigentlich wegen ihres intellektuellen Anspruchs geschätzt, aber dieser Kommentar hat dann doch an diesem Glaube gerüttelt. Was ich dazu denke, schreibe ich jetzt besser auch nicht.  Herbert Wehner, der sich in die heutige Zeit versetzt wahrscheinlich gut mit Rezo verstanden hätte, würde jetzt sagen, der Autor bade “[…]gerne lau, so mit Schaumbad”. Lol Digger.

Zur Krönung habe ich dann heute Morgen noch das Smartphone gecrashed, habe die Kaffeetasse fallen lassen und von 12 m² Küche hat die Tasse genau die 5,5” Display getroffen, die auf dem Küchentisch lagen. Erst war nur das Display schwarz, die grüne LED blinkte aber noch. Kurze Zeit später wandelte sich das aber in Rot und nichts ging mehr.

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Der Vormittag war dann mit der Suche nach einem neuen belegt. Nach langem hin und her wird es wieder das gleiche. Bestellt und 2 Stunden später schon verschickt, vielleicht ist es ja morgen schon da.

So albern es klingt, aber wenn die Brotscheibe nicht läuft, komm’ ich mir vor, als wenn ich auf einer einsamen Insel wäre. Aber jetzt nicht so mit schönem Strand, Palmen  und azurblauem Wasser, eher so gestrandet, ohne Wasser, Brot und die Möglichkeit ein Floss zu bauen. Banane das, ist aber so,

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Zum Ausgleich habe ich dann heute Nachmittag mit dem Camper-Van angefangen.

Ich habe diese Idee, “sage nicht Projekt, wenn du nicht Hornbach meinst”, bewusst  erstmal klein angesetzt. Da ja die Bank nun endlich weg ist und die Ladefläche des Boxers frei ist, konnte ich anfangen. Im ersten Schritt will ich erstmal nur einen Boden einziehen, eine ausziehbares Bett einbauen, Vorhänge vor die Fenster und gut ist. O.K. einen kleinen mobilen Gaskocher für den Kaffee noch mit rein, Campingtisch, aber dann soll auch gut sein.

Die Gummimatten waren schnell raus, mal ordentlich durchgesaugt, dann doch noch eine Stunde lang gewischt, man sah das aus unter den Matten. Richtung Wochenende sollen dann die Latten rein geklebt werden, damit ich da den Boden drauf verschrauben kann.

Schee sieht’s aus, vielleicht wird das ja doch noch was mit dem ersten Test am langen Christi Himmelfahrts Wochenende, wenigstens könnten mir dann nicht wieder vor der Tür irgendwelche Deppen am Vetertag Hakenkreuze auf mein Auto sprühen.

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Und weil ich dafür noch ein paar Dachlatten brauchte, hab’ ich gleich im Baumarkt noch Lavendel für die Terrasse gekauft, für Bienenfreunde stand da drüber. Der Sohn springt zwar bei jedem Gesummsele gleich auf und geht rennen, aber wir hatten die Idee trotzdem gleichzeitig. Also jetzt ein bisschen Provence in Garten.

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Den Abend habe ich dann im Garten mit Musik ausklingen lassen, trotz des ersten “zu kalten”  Monats seit März 2018:

“Erst wenn Du warten kannst …”, das Handy kommt laut Sendungsverfolgung wohl erst am Samstag. “Dann ist das so”, sagt der Sohn. Recht hat er.

Trotzdem bin ich mir immer sicherer, dass die Engel auf den Wolken Flügelhorn spielen, das mit den Harfen sind bestimmt nur Fake-News.

Das Biest in meiner Küche

Kennt Ihr das Biest des Monsieur Racine, dieses wunderbare Kinderbuch von Tomi Ungerer?

Bisher dachte ich ja immer, das sei nur eine Bildergeschichte, bis eben in meiner Küche genau dieses Untier sein Unwesen trieb:

Und wie auch bei Ungerer entpuppte es sich als etwas ganz harmloses, da hatte sich Paul beim spielen (wenn auch mit meiner Unterstützung) so in einem alten Sweatshirt verfangen, dass der Kopf im Ärmel hing. Ich hab‘ ihn aber wieder befreit, wenn auch erst nach dem Bild.

Grund genug das schöne alte Buch mal wieder herauszukramen. Dem Sohn hat auch gefallen, was Papa so vor 45 Jahren “gelesen” hat.

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Ich hatte das Vergnügen, Tomi Ungerer vor Jahren mal bei Christoph Kuhlmann in der „Auberge Schupferen“ in den Vogesen begegnen zu dürfen, auch wenn ich nicht behaupten kann, ihn kennengelernt zu habe. Aber Schupferen is auch ohne Ungerer absolut empfehlenswert. Meine Empfehlung: Terrine oder überbackenen Ziegenkäse zur Vorspeise, als Hauptspeise was es gerade gibt oder Fleisch-Schnacka und Meringue glacée zur Nachspeise. Ganz wichtig: Vorher anrufen und fragen, ob offen ist und vielleicht auch einen Tisch reservieren.

Bei schönem Wetter kann mit dem Sonnenuntergang im Rücken Richtung Schwarzwald bis über das Rheintal sehen, und wenn nicht, ist man da auf 1150 m auch schon mal über den Wolken.

(Bildquelle)

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Heute war dann noch die Generalprobe für das Jubiläumskonzert der Musikschule Heiligenhaus am Samstag um 17 Uhr.

Hingehen lohnt sich immer. Und die Musikschule kann jede Unterstützung beim Streit mit der Stadt um den vermehrten Einsatz von Honorarkräften statt bisher fest eingestellter Lehrer brauchen.
Aber was die Investition in kulturelle Bildung bedeutet, zeigt sich nicht nur bei so einen Konzert. Auch langfristig “rechnet” sich sowas, selbst wenn der Kämmerer das als “Defizit” bezeichnet.

Mehr Infos zur Musikschule Heiligenhaus und zum Konzert gibt es hier

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Und zum Schluss dann noch ein Stückchen Musik vom Blasorchester der selbigen. Denkt euch mal die 40 weg und schreibt eine 50 hin, dann stimmt das schon.

Die mehr oder weniger 1000 Fragen

Beim Bloglesen bin ich immer wieder auf die 1000 Fragen vom Flow-Magazin gestoßen, die sich Johanna in ihrem Blog wohl als erste beantwortet hat. Ich liebe Fragenkataloge! Einerseits regen so Fragen ja zum Nachdenken an, andererseits lese ich auch gerne die Antworten anderer.

Eigentlich wollte ich die Fragen der Reihe nach beantworten, ohne sie vorher alle gelesen zu haben. Aber während der Beantwortung kamen mir Bedenken und ich habe dann doch erstmal alle gelesen.

Beim Blogschreiben habe ich ein paar Grundprinzipien, von denen ich nicht abweichen will. Dazu gehören die Persönlichkeitsrechte, nicht nur meine, sondern auch die meiner Umgebung. Bei einzelnen Fragen würde ich diese aber verletzen. Ich bin da zwar mir gegenüber nicht zimperlich, aber es gibt auch Dinge über mich, die sind höchstens für meine engsten Freunde und Angehörigen bestimmt oder betreffen eben diese. Diese Fragen lasse ich dann lieber aus, bevor ich mir dann irgendwas Belangloses aus den Fingern sauge.

Zusätzlich hatte der Fragebogen wohl ursprünglich Frauen als Zielgruppe, auch wenn lackierte Fingernägel (415) und Lippenstift (507) bei Männern in meinen Augen jetzt auch nicht anrüchig sind und bestimmt noch besser aussähen als manch’ blasiertes Business-Outfit.

Aber los:

1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal gemacht?

Tolle Frage gleich zu Beginn.

Da habe ich ja lange drüber nachgedacht: Bootbauen 2017, Kanufahren im Sommer 2018, Brotbacken auf dem Stein im Herbst 2018, Mailand kurz vor Oster 2019 …

Zählen eigentlich lange nicht mehr gemachte Dinge auch dazu? Sowas wie Segeln zum ersten Mal nach 34 Jahren (aber das ist erst im Sommer an die Reihe)? Und kommt nicht von Heraklit der Satz, dass man nicht zweimal in denselben Fluss steigen kann?

Aber dann fiel es mir ein, Bloggen, zum ersten Mal am 16.05.2019!
Oder doch angefangen die 1000 Fragen zu beantwortet?

2. Mit wem verstehst du dich am besten?

„My significant other“ würde ich hier jetzt gerne schreiben, fällt aber aus Mangel an einer entsprechenden Person aus.

Allgemeiner verstehe ich mich mit denen gut, die mich auch verstehen.

3. Worauf verwendest du viel Zeit?

Also ganz rational betrachtet auf Schlafen, da komme ich schon auf 6 – 7 Stunden pro Tag, Arbeiten teilt sich ja auf in Tinten und Toiletten. Denken vielleicht, bleibt ja nicht aus.

4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen?

Also der klassische Witz ist eigentlich nicht so mein Ding, gut, der mit Gott und Petrus beim Golfen schon. Kennst Du nicht??? Ich bekomme ihn nicht mehr genau hin, aber google hilft:

Gott und Petrus spielen Golf. Gott verzieht seinen Abschlag, der Ball rollt in Richtung Sandbunker. Da kommt eine Maus und packt den Golfball, dann kommt eine Katze und packt die Maus, dann kommt ein Adler und packt die Katze und schwingt sich mit ihr in die Luft, dann kommt ein Blitz und schlägt in den Adler mit der Katze mit der Maus mit dem Golfball, der Golfball fällt genau ins Loch. Petrus: “Wat iss jetzt? Spielen wir Golf oder blödeln wir rum?”

Aber laut lachen doch eher über anderes, aber die Frage zum Humor kommt ja erst später (77.)

5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst?

Hmm, vom Kopf her nicht, aber dann irgendwie doch, warum eigentlich?

6. Woraus besteht dein Frühstück?

Kommt drauf an, meist Selbstgebackenes, mal mit was Salzigem, mal mit was Süßem obendrauf. Kommt auch immer auf die Unterlage an. Küles (Rezept folgt irgendwann mal) nur mit Butter.

7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben?

Grumpf (siehe 2.) … dem Sohn beim Gute-Nacht sagen.

8. In welchem Punkt gleichst du deiner Mutter?

Warum nur der Mutter? Ach ja, der Vater kommt erst bei 216.

Also gleichen wäre zu viel gesagt, aber nacheifern, in der Küche und als Hausmann.

9. Was machst du morgens als Erstes?

Wieder mal genau genommen den Wecker aus, Handy ausstöpseln und aufstehen. Dann Frühstück machen (Mo.-Fr.) oder nur einen Milchkaffee (Sa. und So., aber dann ohne das Weckergedöns vorher).

Und Mist, schon wieder vergessen den Flugzeugmodus aus zu machen.

10. Kannst du gut vorlesen?

Achtung, Spoiler Alarm!
Ob gut oder nicht, können doch nur die Zuhörer entscheiden. Auf die Frage, ob ich gerne vorlese, würde ich mit Ja antworten.

Als Jugendliche haben wir uns den Herrn der Ringe gegenseitig vorgelesen, das war toll. Könnte ich mir auch heute noch vorstellen. Ich liebe aber auch gute Hörbücher.

11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt?

Weiß ich nicht mehr, liegt irgendwo in dem Alter, dass ich nicht mehr rekonstruiert bekomme. Ein Bild, dass ich dazu im Kopf habe, zeigt mich, wie ich vor Weihnachten im Keller in den Schränken nach Geschenken suche. Da habe ich wohl nicht mehr geglaubt, dass der Weihnachtsmann die da schon mal abgelegt hat, um den Stress am 24. zu vermeiden.

Außerdem hieß das bei uns das Christkind.

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Das muss für heute reichen, ab 12. dann demnächst (findet ihr hier).