31-08-19 / 01-09-19 – Wochenende

Edo Zanki

Da ich ja mit der ganzen Gartenwassergeschichte einmal an der Dachrinne und den Fallrohren war, stand die weitere “Sanierung” dieser an. Also zum einen wollte ich die zweite Seite der Dachrinne auch noch an die Wasserspeicher anschließen, zum anderen aber auch diese Seite noch reparieren.

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Ich weiß ja, dass Onlinehändler viel Geld sparen, weil sie eigentlich keine Kundenberatung machen und auch nicht die Miete für ein Ladengeschäft haben. Ausnahmen bezüglich Beratung bestätigen auch da die Regel. Und das im Netz gefunden werden kostet auch, ob jetzt über content-marketing, für ad-words oder für Provisionen der bekannten Online-Marktplätze. „31-08-19 / 01-09-19 – Wochenende“ weiterlesen

Tag (-4) – Fertig werden

Blick auf Le Rivage

Sonntagsarbeit soll zwar keinen Segen bringen, aber irgendwann muss ich ja mal fertig werden. Also ging es gestern ab in den Keller, Flaschen drehen. Und weil der Arbeit dann doch mehr war und der Lust weniger, habe ich den Rest auf heute früh verschoben.

Die passenden Umkartons sollten sowieso erst Freitag verschickt worden sein und heute ankommen. Dann hätte ich eh erst morgen abholen lassen können, aber wie mir eine Mail heute morgen mitteilte, sind die wohl erst heute in den Versand gegangen. Das wird mir jetzt ein bisschen knapp, also muss ich tricksen und andere Kartons nehmen.

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Passt jetzt hier nicht so rein, aber youtube meinte gestern, das müsse ich mir ansehen. Stimmte. Nur gebt dem Stück mindestens 2 Minuten, weil da geht das erst richtig los:

Mit Andy Haderer hatte ich das Vergnügen vor vielen Jahren mit der CSM-Big-Band zusammen (und mit Mr. Fat Man Boogie  Peter Herbolzheimer als Gast-Leiter) musizieren und ein bisschen Zeit verbringen zu dürfen. Eine prägennde Erfahrung mit einem bemerkenswerten Menschen.

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Und die Uhr noch weiter zurück gedreht:

Eigentlich wollten wir ’75 auch wieder ans Cap, hatten auch schon gemietet, aber das wurde wieder abgesagt. Meine Eltern sind dann im Frühjahr mit dem R4 über ein Wochenende dahin gefahren, um ein neues Quartier zu suchen.

Gefahren? Ja, da war in der Gegend noch nix mit Tourismus und die Liste der mietbaren Ferienhäuser bestand aus einer handgeschriebenen Liste, die man im Syndicat d’Initiative des jeweiligen Dorfes als Hektographie bekommen konnte. Übernachtet haben sie auch im Auto, aber nicht so komfortabel, wie ich das heute kann.

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Auf jeden Fall hatten wir dann eine Bleibe, in der wir auch das nächste Jahr gemietet haben. Hatte ich gestern gesagt, dass unser Haus am Cap nah am Strand war, das hier war direkt am Strand und nur bei Ebbe mit dem Auto erreichbar, weil die letzt 100 m ging es direkt über den Strand: Ein ehemaliges Strandcafé in Morsalines. Ab und zu klopften dann auch noch Besucher an,  die hier einen Kaffee oder ein Bier trinken wollten.

Bei Flut reichte das Wasser bis an die geschlossene Terrasse und mit etwas Wind klatsche es auch schon mal beim Essen an die Fenster. Die ganze Bucht läuft bei Ebbe leer, wodurch man aber auch bei Flut schon 20 m weit laufen muss, bis das Wasser einem an den Knien steht.

Blick in die Baie de Morsalines
Blick in die Baie de Morsalines

In den zwei Jahren haben wir auch unser erstes Schlauchboot bekommen, so eine 2 1/2 Personen Gummipelle zum Rudern. Und mein Papa hat uns damit durch die ganze Bucht gerudert, einmal sogar mit aufkommendem Nebel, bei dem man nicht mehr wusste, in welche Richtung es jetzt weiter ging. Und wir hatte von meiner Omi so ein ganz ganz kleines aufblasbares Kinderkanu. Mit dem habe ich mich dann mal alleine auf den Weg gemacht. Und auch wenn das Wasser da flach ist, kann ich heute besser verstehen, wie sich meine Eltern damals gefühlt haben, als sie mich haben paddeln sehen. Aber wenigstens gab es keine Steine, Felsen oder sonstiges, also wegen der Knie.

Und wir haben die ersten Schatzkarten vom alten Seeräuber Willi Flint gefunden, die von da ab ein paar Jahre lang immer mal wieder ganz zufällig auftauchen, mal in einer Flaschenpost, in einer “antiken” Schublade  oder sonstwo, teilweise genau an meinem Geburtstag. Und immer haben wir die Schätze dazu gefunden.

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Aber nach ’76 wollte der Hausbesitzer dann doch lieber selbst in dem Haus leben und die Suche ging wieder los.

Auf Regen folgt immer …

Sonnenschein. Das fing schon damit an, dass von DHL heute morgen um 3:35 Uhr die Nachricht kam, das Smarte Phone käme doch schon am Freitag. Um 12:54 war dann der Paketbote da, um 13:17 lief das Dingen schon wieder, auch wenn die diversen Updates, Installationen und Updates der Updates erst noch weiter installiert werden mussten.

Was ich ja so gar nicht verstehe: Im Januar hatte ich das gestern zerlegte Teil ja erst bekommen und damals nicht nur Modell und Hersteller, sondern auch von  Android 7 auf 8 gewechselt. Trotzdem war damals google  mit seiner Sicherung in der Lage selbst meine etwas komplizierten Email-Accounts bei Bluemail wieder herzustellen. Diesmal, gleiches Betriebssystem, gleiches Handy, keine Wiederherstellung der Email-Accounts.

Verstehen tue ich das jetzt nicht, auch wenn ich ja immer behaupte, Computer würden einen nicht ärgern, weil das eine zu menschliche Interpretation wäre. Die folgen ja immer nur ihrem Programm. Muss also doch ein Anfangswertproblem sein.

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Mit dem Camper-Van ging es auch weiter. Nach der Grundreinigung gestern habe ich dann heute die Dachlatten für die Unterkonstruktion des Boden zurecht geschnitten, mit der Hilfe von Hanzo, meiner Japansäge. Die hat zwar einen anderen Markennamen, ich nenn’ sie aber immer so, weil sie so scharf ist wie ein Hanzo-Schwert bei Tarantino. Das Auto heißt übrigens Georges, so benannt nach “Georges le Tueur” von Georges Wolinski.

Nach dem Zusägen habe ich die Klebestellen im Auto noch mit Aceton gereinigt und  dann die Latten festgeklebt. Nicht alle, irgendwann gingen mir die Steine zum Beschweren und der Bewegungspielraum aus. Aber seht selbst:

Ich behaupte nicht, dass das die beste aller Möglichkeiten ist, einen Transporter zum Camper umzubauen, aber für mich reicht es. Darauf kommen dann OSB-Platten, die hat sich der Sohn gewünscht, er findet die so schön und an die Fenster Gardinen von der Ikea. Und dann wird die Idee Camper-Van erstmalig auf den Prüfstand gestellt.

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Ich schulde Euch noch ein Bild vom Lavendel an der Terrasse.

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Im Hintergrund läuft immer noch Rüdiger Baldauf, am 22. Juni zu hören mit Edo Zanki und Joo  Kraus beim Düren Open Air, und für die, die es dahin nicht schaffen, am 3. Oktober in Hamm, dann mit Max Mutzke.

Auch für sowas freu’ ich mich auf den Camper Van.

Saisonabschluss

Dieses Wochenende konnte ich schön draußen in der Sonne sitzen beim Bloggen. Mit 21° nicht so warm, dass es mir das Hirn weg brutzelte aber auch nicht so frisch wie in den Tagen davor, als ich, wenn die Sonne dann mal weg war, doch lieber wieder nach drinnen geflüchtet bin.

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Gestern war ja der letzte Spieltag der Bundesliga und ich gestehe, ich habe den Virus auch, von dem Dieter Nuhr sagt, er sei wie Herpes, man habe es, es komme immer wieder und man ärgere sich darüber:

Fortuna Düsseldorf 1895 e.V.

Ich muss sagen, ich bin stolz auf „meine“ Fortuna. Mit einem Saisonetat von 60 Millionen Euro, der bei den Bayern noch nicht mal für den Ankauf eines Spielers reichen würde, hat sie es geschafft in der ersten Saison nach dem Wiederaufstieg die Klasse zu halten und ins Mittelfeld der Tabelle zu rücken.

Viele Mannschaften haben gesagt, sie hätten Fortuna unterschätzt und deshalb verloren. Und warum haben sie dann, nachdem sie in den Spielen in Rückstand geraten waren, nicht einfach besser gespielt?

Bewundernswert dabei Friedhelm Funkel, der, wenn auch nicht am Spielfeldrand so aber doch über die Saison immer ruhig geblieben ist und seiner Mannschaft das nötige Vertrauen gegeben hat.

Nochmal, Platz 10, Chapeau!

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Habt Ihr mal versucht, eine 3er-Rücksitzbank für einen Peugeot Boxer/Fiat Ducato/Citroën Jumper los zu werden (und das e mit den zwei Pünktchen in der Sonderzeichentabelle zu finden)? Man was ein Akt. Beobachter auf Ebay gab es genug, aber keiner wollte das Dingen haben, egal zu welchem Tarif ich es auch angeboten hatte. Selbst bei einer Versteigerung für 1 Euro bin ich die Bank nicht los geworden, und die war wirklich noch fast unbenutzt.

Aber Freitagabend dann die Anfrage per Mail, „Was were der letzter Preis“. Und sofort kam mir die Hetze über „Teppichhändler“ und „die sollen auf ihrem fliegenden Teppich wieder nach Hause fliegen“ und ähnliche Hassreden in Erinnerung, die ich schon viel zu oft über solche Anfragen in irgendwelchen Diskussionen lesen musste.

Ich einigte mich mit diesem sehr freundlichen und zurückhaltenden Mann, er kam pünktlich, nach schon 500 km an diesem Tag, meldete sich sogar vorher noch und brachte eine Tafel Merci „von den Kindern“ mit, bei denen die Bank demnächst ihre Dienste tun soll. Später hat er sich dann nochmal über Whatsapp gemeldet, hat sich erneut bedankt und erzählt, dass er jetzt mit der Bank und dem Auto auf dem Weg nach Polen zu einem Kinderheim sei.

Verglichen mit anderen Kontakten über Ebay war mir das noch der angenehmste. Und ich freue mich, dass ich nicht gefeilscht habe, auch wenn ich im Nachhinein auf die 20 Euro gerne verzichtet hätte.

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Am 30. April hatte jawl Christian auf hmbl einen wunderschönen Beitrag zum internationalen Jazz Tag, der genau in mein musikalisches Herz getroffen hat. Das hat mich mal wieder viel Candy Dulfer hören lassen. Ihr für mich immer noch bewegenstes Stück „Lily was here“ ist von ihrer ersten Platte, hier aber in der Live-Version aus Amsterdam:

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Mittlerweile regnet es draußen. Ich wünsche Euch eine schöne Woche und gehe jetzt, trotz des Regens, mit dem Sohn noch ein Eis essen.