04-09-19 – Kein Thema

Abendstimmung

Gestern war dann doch mal wieder ein normaler Tag. Nichts ist kaputt gegangen.

Das Loch im Kühler hat sich als sehr klein heraus gestellt, so dass ich den Sohn mit zwei Zwischenstopps, um nach dem Kühlwasserstand zu schauen, doch noch zur Chorprobe fahren konnte. Die Stopps waren mir schon wichtig, weil ich jetzt nicht doch noch den Motor trocken fahren wollte. Aber der Wasserstand fiel zumindest nicht spürbar ab. „04-09-19 – Kein Thema“ weiterlesen

03-09-19 – Enthropie und die mehr oder weniger 1000 Fragen (9)

Kaffeesatz

Irgendwie reicht es im Moment mit dem Kaputtgehen von Sachen. Ich glaube, ich habe da gerade eine Serie. Jackpot!

Schicksal/Pech/Aberglaube hab’ ich ja gestern ausgeschlossen. Dann tropfte die Dusche, nee nicht der Duschkopf, die Wanne, bis in den Keller. Bei so einer Serie wird ja schnell nach Murphys-Law gerufen, was an dieser Stelle aber leider völlig fehl am Platze ist.

Laut Ulf Heuner (nach wikipedia) handelt es sich hierbei aber um Enthropie. Ein altes Haus stürzt einfach irgendwann ein, das ist ein Naturgesetzt. Würde ein neues einstürzen, wäre es (wahrscheinlich) Murphy.

Aber es gibt noch eine Ergänzung zu “Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.”, nämlich “[…] und man findet immer jemanden, der es wieder in Ordnung bringt.“ Das passt hier schon eher.

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Und weil ich jetzt was anderes machen muss, wieder ein paar Antworten auf die 1000 Fragen. „03-09-19 – Enthropie und die mehr oder weniger 1000 Fragen (9)“ weiterlesen

02-09-19 – Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

Heizung

War das jetzt Katze von links, oder besser der Schornsteinfeger auf dem Dach, als die schwarze Katze in der Hand? Oder muss der Schornsteinfeger die Scheibe einschmeißen für die Scherben, die dann Glück bringen sollen?
Wie auch immer, der Schornsteinfeger war mal wieder da, für die Feuerstättenschau (ich glaub’, so heißt das).

Glück hat mir das jetzt nicht gebracht, weil sowohl das Füllventil der Toilettenspülung als auch der Wasserkühler am Auto kaputt gegangen sind. Aber ich bin ja nicht abergläubisch und mit dem Schornsteinfeger hat das auch nix zu tun.
Aber vielleicht ist das Glück gerade, dass das Ventil nur undicht war und nicht das Bad unter Wasser gesetzt hat und der Kühler nicht geplatzt ist und weiterer Schaden am Motor entstanden ist. „02-09-19 – Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?“ weiterlesen

31-08-19 / 01-09-19 – Wochenende

Edo Zanki

Da ich ja mit der ganzen Gartenwassergeschichte einmal an der Dachrinne und den Fallrohren war, stand die weitere “Sanierung” dieser an. Also zum einen wollte ich die zweite Seite der Dachrinne auch noch an die Wasserspeicher anschließen, zum anderen aber auch diese Seite noch reparieren.

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Ich weiß ja, dass Onlinehändler viel Geld sparen, weil sie eigentlich keine Kundenberatung machen und auch nicht die Miete für ein Ladengeschäft haben. Ausnahmen bezüglich Beratung bestätigen auch da die Regel. Und das im Netz gefunden werden kostet auch, ob jetzt über content-marketing, für ad-words oder für Provisionen der bekannten Online-Marktplätze. „31-08-19 / 01-09-19 – Wochenende“ weiterlesen

28.08.19 – Business as usual

Soviel ist dann gestern auch nicht passiert. Den Sohn abgeholt, ein bisschen Vorbereitung noch auf die Schule, das war’s dann auch schon.

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Bei der Toilettenanlage war es dann doch nicht die Hauptplatine, sondern eher die neugierigen Finger des Wartungspersonals. Ist wohl wie bei den Zauberern der Unsichtbaren Universität, wenn es irgendwo einen Knopf gibt, dann gibt es auch jemanden, der da drauf drückt.

Wenn man also den besagten Knopf lange drückt, programmiert man die Schiebetür um, woraufhin sie sich dann aber nicht mehr mit der Installation in der Anlage versteht. Aber, das diesen Funktionsmodus anzeigende Icon ist mir nicht aufgefallen, aber ich hatte es dokumentiert (lang lebe die Kamera).

Der Rest war dann wohl eine Folge davon, weil die Anlage durch das manuelle Öffnen gar nicht mitbekommen hat, dass sie dann funktionieren sollte.

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Aufstehen und Frühstück hat heute zu der ungewohnt frühen Zeit geklappt und ich habe am Morgen auch wieder normal und konzentriert arbeiten können. Trotzdem komisch, nach so viel gemeinsamer Zeit.

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Und am Nachmittag war dann Chorprobe in Heiligenhaus, die viertletzte vor dem Konzert am 20. September und die fünftletzte für den Sohn. Der hat beschlossen, nach 9 1/2 Jahren den Chor an den Nagel zu hängen.

26.08.19 – Noah?

Waschen

Ich muss beim Sohn ja doch Abbitte leisten, wenn es darum geht, unsere Gartenwasseranlage zu überautomatisieren. Ein Füllstandssensor hier, einer da, noch einer zur Kontrolliere im Keller (da steht noch ein Zwischenreservoir). Was noch, fragte ich mich da.

Ich habe das gestern so aufgebaut, dass im Keller ein Fass steht, mit Füllstandsschalter. Wenn da nicht genug Wasser drin ist, öffnet der ein Magnetventil und lässt Wasser nachfließen. Und wenn’s wieder voll ist, öffnet der Schalter und das Ventil geht wieder zu.

Hat ja gestern auch funktioniert. Zur Kontrolle bin ich auch 3 Mal zwischen Garten und Keller hin und her gelaufen, um das zu kontrollieren. Lief.

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Lief ist dass das richtige Stichwort.

Ich war noch im Garten, bot sich ja auch an bei dem Wetter. Hier noch ein paar Zweige vom Kirschlorbeer beschneiden, da noch ein bisschen was von den Brombeeren ab, noch was Wasser an die Himbeeren und nochmal auf den Wasserspeicher schauen, der war ja nach den letzten Regengüssen am 17./18. gut halb voll.

Halb voll??? Nee, nur noch 100 Liter waren drin. Wo ist das Wasser hin? Shit!

Ab in den Keller, da war das Wasser. Der Schalter hatte sich nicht geöffnet, das Magnetventil  damit nicht geschlossen und das Wasser lief, eben, über. Der Sohn wollte noch ein Relais dazwischen gebaut haben, damit der Schalter nicht überlastet wird, und noch ein bisschen Elektronik, um ein Überlaufen zu verhindern.

Papa war zu ungeduldig, wollte die Anlage laufen haben und Blumen gießen. Hat er jetzt davon. Hätte er doch besser auf den Sohn gehört und gewartet, bis der wieder zurück ist.
(Aber ich hab’ ganz schnell die nötigen Sensoren/Schalter bestellt)

Zum Glück ist das Haus über 100 Jahre alt und hat noch so einen Stampfboden im Keller. Da ist das Wasser dann zügig versickert.

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Heute war auch wieder ein “Refresh” meiner Sauerteige dran. Also raus aus dem Kühlschrank, frisches Glas, je 30 g Sauerteig, Mehl und Wasser verrühren und, bei dem Wetter, mit Deckel in der Küche stehen lassen. Ich war ja schon gespannt, ob alles wieder klappt. Hat geklappt, wirft schöne Blasen.

Eigentlich reicht ja ein Auffrischen nach 14 Tagen, aber gerade jetzt am Anfang mache ich das lieber öfters, bevor da wieder was in die Hose geht. Nächste Woche werde ich dann auch mal etwas Sauerteig trocknen. Damit soll man die Bakterien für Notfälle ca. 1 Jahr konservieren können. Die müssen zwar dann auch wieder ein bisschen hochgepäppelt werden, das geht aber schneller als beim neu Ansetzen.

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Ansonsten: Angebote schreiben, mit den Italienern kommunizieren, deren Werksferien sind nämlich vorbei, Wäsche waschen, sowas halt. Der Alltag kehrt langsam wieder ein.

Die letzten Tage…

Wasser marsch

… muss ich jetzt mal wieder zusammenfassen.

Mittwoch, nach dem Bloggen, habe ich die Sachen gepackt und bin dem Sohn zur “Omma” nachgereist. Die hatte Donnerstag Vormittag selber einen Arzttermin, womit wir meinen Papa dann zu zweit abgeholt haben, denn der durfte nach einem Routineeingriff nach zwei Wochen endlich aus dem Krankenhaus. Und obwohl die Routine dann mit drei anstatt einer OP bei ihm schon fast zur Routine geworden war, fühlte er sich da gut behandelt und aufgehoben, aber trotzdem, “Tu hus is best”.

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Abends dann weiter zum Kunden mit der Toilettenanlage. Ist doch immer wieder erstaunlich, wie viel Verkehr auch noch spät Abends zusammen kommt und Staus verursacht. Google hat mich über tagsüber landschaftlich bestimmt schöne Straßen geführt. Nur im Dunkeln habe ich davon auch nichts gesehen.

Freitag Vormittag die Diagnose: Hauptplatine durch, nicht schön. Bezüglich des Journalisten meinte mein Ansprechpartner vor Ort nur, ich solle ans Sommerloch denken. Stimmt, vergessen.

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Danach wieder zurück, über Umwege, Nebenstrecken von den Umwegen und alternative Routen, die mindestens “15 Minuten schneller als die gewählte Route” sein sollten. Aber alle Minuten, die ich da jedes Mal gespart hatte, stauten sich wieder dazu. Zum Schluss habe ich auf der A3 einen schattigen Parkplatz aufgesucht und ein Nickerchen gemacht, danach waren die Staus weg. Also fast, es kamen dann doch noch wieder neue dazu.

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Und jetzt bastele ich gerade an der Pumpe für den Garten, weil die soll trocken und frostfrei im Keller ihren Platz finden. Ich kenn’ mich ja:
1. “Muss ich noch abbauen”
2. Schwupp ist der Frost da.
3. Die Pumpe ist kaputt.
Der Sohn muss (möchte) dann noch eine Trockenlaufsicherung bauen und programmieren, für den Fall, dass das Wasser mal alle ist. Soll ja alles automatisch funktionieren.

Manuell läuft’s schon.

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Und bevor ich es vergesse: Die Heizung läuft wieder. Auch da war eine Platine durch, die kam in meiner Abwesenheit und ich habe sie getauscht. Jetzt kann ich auch wieder warm duschen, was beim aktuellen Wetter zwar nicht so nötig ist (das Duschen schon, Ihr versteht schon), aber ich bin bekennender Warmduscher. Um es mit Herbert Wehner zu sagen: “Der Kanzler badet gerne lau”.

Mal was anderes

Der Rhein bei Kaiserswerth

Ich bin ja schon letzten Mittwoch/Donnerstag gefragt worden, ob ich gerade Pause mache mit dem Blog. Nee, eigentlich nicht, aber dann doch.

Die Schulferien haben sich für den Sohn nach unserem gemeinsamen Urlaub nicht so entwickelt, wie er sich das vorher vorgestellt hatte. Und damit fokussierten sich dann seine kreative Ideen von Oma und Opa auf mich, was ich gerne angenommen habe, auch wenn es nicht richtig in die eigene Planung herein passte.

Aber so Papa-und-Sohn-Zeit ist sehr intensiv. Seine Gedankengänge sind nicht simpel und lassen sich auch nicht nebenbei abhandeln. Und damit bin ich nicht zum Schreiben gekommen.

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Unter anderem haben wir die Dachrinne und die Fallrohre repariert. Das stand einerseits an, andererseits konnten wir damit unsere Idee der Regensammlung für den Garten endlich mal umsetzen.

Das bisschen Wasser, das wir bisher zum Gießen gesammelt haben, reichte vorne und hinten nicht. Jetzt stehen da 1500 Liter Volumen zur Verfügung, die noch erweiterbar sind und die jetzt im Begriff sind, mit einer Pumpe und einem Bewässerungscomputer verbunden zu werden.

Letzteres ist wieder so ein Sohn-Projekt. Er liebt es, wenn Dinge automatisch funktionieren. Mir würde manchmal der Schlauch reichen, aber er hat schon recht, wenn er an den nächsten Sommer denkt und die sich selber gießenden Blumen während des Urlaubs.

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Noch so ein Projekt war das Parallelrechnen von zwei Arduino Nanos. Ich hab’ ja mal in der Schule Informatik gehabt (damals, Appel II und in der Oberstufe auf einem Commodore PC10) und kenne noch gut die Architektur von Programmen, aber bei der Programmierung ist der Sohn ganz geschmeidig auf der rechten Spur an mir vorbei gezogen.

Nur wenn’s um die Analyse von Problemen geht, ist Papa doch noch ganz gut.

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Ansonsten waren wir unter anderem in Kaiserswerth ein Eis essen, haben uns um die streikende Heizung gekümmert (an der auch die Warmwasserversorgung hängt, brrrr) und meine Sauerteige haben mich auch wieder lieb (nicht nur der Roggensauerteig, sondern auch das Sorgenkind Weizensauerteig).

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Und ein Kunde hatte Probleme mit seiner Toilettenanlage. Angeblich sei der Zahnriemen der Zugangstür einfach so gerissen. Zwar musste ich da nicht selber hin, aber doch ein bisschen was organisieren, zumal die Anlage gerade erst in Betrieb genommen worden war und der Kunde sich sehr verärgert darüber zeigte.

Der aus dem Urlaub gerufene und aus Italien angereiste Techniker stellte dann eindeutig Vandalismus als Grund fest. Weitere Schäden waren auch noch vorhanden, aber das war wohl dem Kunden nicht aufgefallen. Hier im Ruhrgebiet würde man sagen, mit Brille wäre das nicht passiert.

Gestern dann ein erneuter Anruf, diesmal funktioniert wohl (wieder) die Tür, das Waschbecken (keine Seife, kein Wasser und auch keine Trockenluft) und der Toilettenpapierspender nicht. Das sind drei völlig voneinander unabhängige Systeme. Offensichtlich kann da jemand die Anlage nicht leiden, denn sowas passiert nicht von alleine und auch nicht durch eine Fehlbedienung. Und bei den anderen gut 5000 in Betrieb stehenden Anlagen auch nicht.

Der Redakteur der örtlichen Presse schreibt mit Häme darüber, was sich aber so liest, als stammten seine Vorstellungen über moderne Sanitäranlagen noch aus den Zeiten der Grube hinter dem Haus. Aber vielleicht ist das auch nur, wie Fred Colon von der Stadtwache in Ankh-Morpork sagen würde, “Politik”.

Da muss ich jetzt doch mal hin.

Service de dépannage

Hatte ich nicht am Montag geschrieben, wir kämen Dienstag an und ich würde dann ab Mittwoch die letzten Tage mal aufarbeiten? Ich sollte mit Versprechen vorsichtiger sein. Obwohl ich mich ja jetzt rausreden könnte und behaupten, dass Donnerstag auch “ab Mittwoch” ist.

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Wir sind am Montag ziemlich genau 187 km weit gekommen, dann streikte der Motor und wir standen auf der “Aire du Moulin” an der A13. Den Autoclub informiert, gewartet, ein Abschlepper fuhr zügig durch den Parkplatz, weiter gewartet, der Autoclub meldete sich und ließ sich nochmal den Standort bestätigen, weiter gewartet und gegen 18:30 kam der Abschlepper. Da hatten natürlich alle Werkstätten schon zu.

Meine Vermutung war eine gelockerte Einspritzdüse, das hatte ich schon mal und äußerte sich ähnlich. Mit lockeren Schrauben habe ich persönliche Erfahrung. Aber der Fahrer war kein Mechaniker und so landeten wir mit Boot auf dem Ablepphof und dann davor, weil ich doch lieber am Morgen dabei sein wollte, wenn es in die Werkstatt und zur Diagnose ging. Also noch eine Nacht in Camper Van. So ab 9 Uhr sollte es weiter gehen, hatte der Fahrer gesagt.

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Um 9 Uhr waren wir bereit, um 10 Uhr habe ich den Autoclub angerufen, ja das Auto solle gleich weitergeschleppt werden. Um 12 Uhr kam die Mittagspause, um 14 Uhr wieder angerufen, ja sie hätten vor 12 Minuten auch nochmal nachgefragt, weil das Auto in den frühen Morgenstunden schon zur Werkstatt gesollt hätte. 16 Uhr erneute Nachfrage, der Abschlepper sei unterwegs und um 17 Uhr war er schon da.

Wohl eine neue Rekordzeit für die 50 m vom Abschlepphof bis zu unserem Standort. Es war wieder der Fahrer vom Vortag. Er meinte, ob man uns vergessen hätte.

17:30 bei der Werkstatt, ich meine laienhafte Diagnose genannt, die geguckt, Einspritzung kaputt, das würde heute aber nichts mehr. Aber sie wollten es mir auch nochmal zeigen, haben die Abdeckung abgenommen, der Meister hat auch noch einen Blick geworfen, Anlassversuch, die Düse sei ja völlig locker. Düse angezogen, Motor lief.

Um 18 Uhr und somit 26 Stunden später und nur um 60 Euro und ein paar Nerven ärmer konnten wir die Fahrt fortsetzen.

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Jetzt könnte ich auch eine Schimpftirade loslassen. Aber sind wir nicht angekommen und ist uns nicht geholfen worden? Doch ist es. Vielleicht sollte man seine Erwartungen ab und zu etwas herunterschrauben.

Aber ab morgen versuche ich es dann nochmal mit dem Tagen vor der Fahrt.