03-09-19 – Enthropie und die mehr oder weniger 1000 Fragen (9)

Kaffeesatz

Irgendwie reicht es im Moment mit dem Kaputtgehen von Sachen. Ich glaube, ich habe da gerade eine Serie. Jackpot!

Schicksal/Pech/Aberglaube hab’ ich ja gestern ausgeschlossen. Dann tropfte die Dusche, nee nicht der Duschkopf, die Wanne, bis in den Keller. Bei so einer Serie wird ja schnell nach Murphys-Law gerufen, was an dieser Stelle aber leider völlig fehl am Platze ist.

Laut Ulf Heuner (nach wikipedia) handelt es sich hierbei aber um Enthropie. Ein altes Haus stürzt einfach irgendwann ein, das ist ein Naturgesetzt. Würde ein neues einstürzen, wäre es (wahrscheinlich) Murphy.

Aber es gibt noch eine Ergänzung zu “Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.”, nämlich “[…] und man findet immer jemanden, der es wieder in Ordnung bringt.“ Das passt hier schon eher.

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Und weil ich jetzt was anderes machen muss, wieder ein paar Antworten auf die 1000 Fragen. „03-09-19 – Enthropie und die mehr oder weniger 1000 Fragen (9)“ weiterlesen

Die mehr oder weniger 1000 Fragen (8)

Bücherregal

Christian hat das neulich den Copy ‘n Paste Tag genannt. Stimmt schon.

Und wie immer, hier ging’s Los mit der ersten Frage, und da steht auch was über die Fragen.

90. Wie baust du dich nach einem schlechten Tag wieder auf?

Da habe ich jetzt kein Ritual oder so. Abhaken den Tag, überlegen, woran es gelegen hat und den nächsten Tag in Angriff nehmen.

91. Wie heißt dein Lieblingsbuch?

Ich glaube nicht, dass ich mich auf ein Lieblingsbuch festlegen kann. Das hängt von so vielem ab. Ist ein bisschen so wie beim Essen, das worauf ich gerade Appetit habe. Aber ich mag schon gute historische Romane aber auch Fantasy à la Pratchett sehr.

92. Mit wem kommunizierst du am häufigsten über WhatsApp?

Es gibt auch noch Threema. Sag ich aber nicht.

93. Was sagst du häufiger: Ja oder Nein?

Finde ich beides sehr schwarz/weiß. Ich mag die Zwischentöne. Wenn dann eher „Ja, aber…“, bei überwiegender Zustimmung, oder „Nein, aber…“ . Wobei ich jetzt aber auch nicht der ständige Nörgler bin, der immer noch was auszusetzen hat.

94. Gibt es Gerüchte über dich?

Auch da müsst Ihr die anderen fragen, die eventuell solche Gerüchte verbreiten.

95. Was würdest du tun, wenn du nicht mehr arbeiten müsstest?

So ziemlich das, was ich in meiner Freizeit jetzt auch tue, nur dass ich dann zu mehr käme.
Und das nötige Kleingeld voraus gesetzt auch noch ein paar Träume verwirklichen, ein Narrowboat kaufen, mit dem Camper lange Reisen unternehmen, mal in einer Blockhütte überwintern. Da fiele mir schon was ein.

96. Kannst du gut Auto fahren?

Ich glaube, das ist so eine Frage, bei der viele mit ja antworten, weil es ja immer die anderen sind, die nicht fahren können. Wie bei den Millionen Fußballtrainern auf den Sofas und in den Stadien.
Ich mag eine ruhige Fahrweise auf der Autobahn, Tempomat bei 100-120, Landstraße auch gerne mal genauso schnell, geht aber nicht. Kleiner Nebeneffekt: der Kleiderschrank braucht dann auch nur knapp unter 7 Liter auf 100km.
Und ich liebe die Navigation, die hilft mir echt weiter, weil ich auf unbekannten Strecken sonst kein guter Autofahrer bin.

97. Ist es dir wichtig, dass dich die anderen nett finden?

Hatten wir ansatzweise auch schon die Frage. Ich finde es wichtig, dass mich die Leute nett finden, die ich auch nett finde. Beim Rest kann es mir ja egal sein, für die verbiege ich mich nicht (mehr).
Ist nicht eigentlich nett der kleine Bruder von scheiße?

98. Was hättest du in deinem Liebesleben gerne anders?

Ich hätte gern eins?

99. Was unternimmst du am liebsten, wenn du abends ausgehst?

Ganz klar: Konzert, Jazz und sowas. Ist lange auf der Strecke geblieben.

100. Hast du jemals gegen ein Gesetz verstoßen?

Ich möchte denjenigen sehen, der das noch nicht getan hat, ob jetzt Gesetz oder Verordnung. So, wie es schon vor 2000 Jahren mit dem ersten Stein galt.

Die mehr oder weniger 1000 Fragen (7)

Samstag waren wir in Arcen, da gab es im Schloss eine Ausstellung mit mechanischen Muskinstrumenten. Die Ausstellung war etwas mager aber der Park ist toll. Wer so Parks mag, sollte da ruhig mal hin, auch wenn 17,50 pro Person nicht gerade günstig ist.

Das Schwert habe ich mal vorsichtshalber stecken lassen, weil ich die Frage “Ist das Kunst oder kann das weg?” mit Kunst beantwortet habe. Vermutlich wäre ich nicht König von England geworden sondern bei den Umständen von Frage 81 gelandet.

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Es ist mal wieder Zeit für ein paar Antworten, finde ich.

Und wie immer, hier ging’s los und hier gibt’s auch mehr Infos zu den Fragen.

81. Was würdest du tun, wenn du fünf Jahre im Gefängnis sitzen müsstest?

Na vermutlich 5 Jahre im Gefängnis sitzen und vielleicht wegen guter Führung früher entlassen werden. Sinnvoll wäre auch vorher nochmal den Kühlschrank und den Frost auszuräumen. Nachsendeantrag? Weiß nicht, ob es das für so lange gibt. Abo’s hätte ich jetzt keine die ich kündigen müsste, wobei ich auch nicht weiß, ob man im Knast spotify hören kann.

82. Was hat dich früher froh gemacht?

Früher ist für einen 50-jährigen ja dehnbar. In meiner Kindheit Schlittenfahren, Fahrradfahren, Planschbecken, Meer, Angeln, Feiertage. Vieles davon gilt auch noch heute.

83. In welchem Outfit gefällst du dir sehr?

Jeans, T-Shirt, Anhänger, Ohrring, wenn’s kälter wird noch ein Hoodie und ‘ne Jacke.

84. Was liegt auf deinem Nachttisch?

Hab‘ ich keinen, sähe bei einem Hochbett auch komisch aus. Im Hochbett liegt das Handy, Bruno, Philip. Das war’s.

85. Wie geduldig bist du?

Oha, unterschiedlich. Ich habe auch schon gehört, ich wäre zu geduldig. Ich würde mir an manchen Stellen aber wünschen, noch geduldiger und überlegter zu handeln.

86. Wer ist dein gefallener Held?

Michael Gorbatschow und Hans Modrow.

87. Gibt es Fotos auf deinem Mobiltelefon, mit denen du erpressbar wärst?

Nein. In der Regel stehe ich zu dem, was ich tue und somit auch zu den Fotos auf meinem Telefon, womit ich dann auch nicht erpressbar bin.

88. Welcher deiner Freunde kennt dich am längsten?

Klaus, ich glaub‘, seit ich 3 oder 4 war.

89. Meditierst du gern?

Zählt meditative Kauen auch dazu? Oder torfen?
Auch hier hilft wieder der Duden:

– nachsinnen, nachdenken; Betrachtungen anstellen
Ja, gerne und viel.

– Meditation üben
Eher selten.

 90. Wie baust du dich nach einem schlechten Tag wieder auf?

Da habe ich jetzt kein Ritual oder so. Abhaken den Tag, überlegen, woran es gelegen hat und den nächsten Tag in Angriff nehmen.

Blackout und eine der 1000 Fragen

Telefonkabel

Wenn das Internet oder das Telefon nicht funktionieren, komme ich mir manchmal vor, als würde mir ein Arm fehlen. Plötzlich bin ich vom Informatiosfluss abgeschnitten, an den ich mich so sehr gewöhnt habe.

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Vor einigen Jahren war unsere Telefonleitung gestört, aber nicht so, dass das mal eben repariert werden konnte. Ja, ich meine dieses komischen Kupferkabel, an denen dann merkwürdige altmodische Kästen hängen, so mit Telefonhörer oder Modems.

Der Techniker kam nach einer Woche, und gab schon beim Öffnen der Tür die Diagnose: “Geht immer so an und aus, oder?” – “Ja.” – “Hab’ ich mir gedacht, ich messe auch nochmal, aber da kann ich nix dran machen, da muss ein Bautrupp kommen”.

Der Bautrupp kam nach einem Monat, hat gemessen, versucht die Pläne downzuloaden, was aber in einem Funkloch nicht so richtig funktioniert, ist weggefahren, kam mit 2 Transportern zurück, hektisch entspanntes Gearbeite. Ergebnis: Die Leitung in der Straße war defekt. “Da muss die Straße aufgemacht werden, aber wir markieren schon mal die Stelle für die Bauarbeiten.” Und ich hatte gedacht, ein Bautrupp wäre genau dafür ausgerüstet, Fehleinschätzung.

Noch einen Monat weiter dann die Bauarbeiter und schwupp, hatten wir wieder Internet und Telefon. Klasse!

Blöd nur, wenn man einen Internet-Shop hat, kein Festnetz und eben ein Funkloch. Gut war natürlich, wenn auch unbequem, dass ich jederzeit zum Dienst fahren konnte, um da die Leitung glühen zu lassen. Und nein, damals hatte ich noch kein Smartphone.

Aber das soll jetzt hier auch kein Dienstanbieter-Bashing werden, der gleiche Ausfall Anfang diesen Jahres war innerhalb einer Woche behoben, das fand ich bemerkenswert!

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Jetzt muss ich mal kurz auf die Frage 106. vorgreifen. “Kannst Du eine Woche auf das Internet verzichten?”.

Kann ich. Und auch in meinen ersten ungefähr 29 Jahren habe ich ja ohne gelebt. Also eine bewusste Entscheidung, die nächste Woche ohne, klappt.

Will ich das? Jein.

Zum einen ist das Internet ja eine super Informationsquelle, wie ist das Wetter, wann macht was auf und zu, wie komm’ ich dahin, wo bekomme ich eigentlich dies oder jenes und was kostet das. Diese Informationen würden mir schon sehr fehlen.

Zum anderen ist es aber auch ein Kommunikationsweg: Messengerdienste, E-Mail, Blog. Die Kommunikation ist dadurch vielfältiger geworden und bequemer. Früher hieß das im Urlaub eine Telefonzelle suchen und anrufen. Oder Postkarten schreiben. Heute kann man schnell mal eben ein Bild schicken mit ein paar Sätzen dabei.

Ist die Kommunikation dadurch oberflächlicher geworden? Ja, wenn man das zulässt, aber darf man die Technik dafür bewerten, wie man sie nutzt, oder muss man sich schon an die eigene Nase fassen?

Diese ganzen bewussten Verzichtsnummern haben ja eigentlich immer so einen  leicht spirituellen Touch, von wegen Besinnung auf sich selbst und so. In den 60er/70er Jahren hat man dafür bewusstseinserweiternde Drogen genommen, heute schaltet man das Smartphone aus oder macht Heilfasten.

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Ich habe die Frage auch schon mal in der verschärften Variante gelesen: “Kannst Du ohne das Internet leben?”

Ich hätte eigentlich immer geantwortet “Klar, kann ich!”, aber wenn man genauer überlegt, wie viel im heutigen Leben davon abhängt, von der Infrastruktur, über Logistik bis hin zum Bankenwesen, dann frage ich mich, was passiert, wenn das Netz wirklich mal lahmgelegt wäre. Keine schöne Vorstellung.

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Dagegen war der Ausfall bei Facebook, Whatsapp und Instagram letzte Woche ja eine Lachnummer, auch wenn durch das damit ausgelöste Chaos mein Betrag von Mittwoch auf Donnerstag darin völlig untergegangen ist und bisher nur eine Leserin hatte. Und der hatte ich den Link direkt zugeschickt, aber auch nicht per Postkarte.

Schiffe versenken und die mehr oder weniger 1000 Fragen (6)

Welle

Ja, gleich, aber vorher noch zwei schöne tolle gute, mir fehlt das richtige Adjektiv bei der Sache, Artikel, die Carmen und Frank haben heute verlinkt haben:

Abschiedskolumne: Der Untergang – SZ Magazin

Der Artikel ist übrigens ein Jahr alt und die Frontex hat ihre Schiffe weiter abgezogen. Lieber werden jetzt Schiffe eingesetzt um z.B. die Sea-Watch 3 vom Festmachen im Hafen von Lampedusa abzuhalten.

Wer sich ein bisschen mit dem Meer und der Seefahrt auskennt, würde niemals so handeln, wie es die italienischen Behörden momentan tun.

Der Postillon: Bademeister überlegt, ob er Ertrinkenden rettet oder ob das Schlepperei wäre

Ich frage mich ja, ob der zweite Artikel wirklich Satire ist, also das Mittel der Übertreibung nutzt, um Kritik zu üben, oder ob das nicht nur einfach die logische Weiterentwicklung dessen ist, was Salvini momentan mit Duldung (oder ist das nicht eigentlich schon Unterstützung) der EU mit den Bootsflüchtlingen auf dem Mittelmeer betreibt.

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Da ich aber heute echt Stress mit einer Lieferung für Freitag aus Italien hatte (irgendwie ist die 3 Tonnen schwerer als angekündigt, kommt deshalb mit einem Sattelschlepper, der aber nicht an den Aufstellungsort heran fahren kann und ich musste dann das Beamen organisieren) jetzt nur ein paar Antworten auf die weltbewegenden 1000 Fragen.

Und wie immer, hier ging’s los und hier gibt’s auch mehr Infos zu den Fragen.

70. Hast du viele Freunde?

Nö.

71. Welches Wort bringt dich auf die Palme?

Alternative Fakten.

72. Bist du schon jemals im Fernsehen gewesen?

Ich glaub‘, ich war mal ganz kurz bei irgendeiner Demo im Bild. Aber noch nicht im Dschungelcamp, in keiner Talkshow und RTL wollte auch noch keine Reality-Soap bei uns drehen.

73. Wann warst du zuletzt nervös?

Im Februar.

74. Was macht dein Zuhause zu deinem Zuhause?

Dass ich, wenn ich will, hinter mir die Tür zu machen kann, mir einen Cappuccino kochen kann und irgendwo einen Platz für eine Matratze finde. Wichtiger sind mir die Menschen, denen ich begegne.

Das ist wie in der Remy Martin Werbung aus den 80ern. „Einem Remy Martin ist es egal, wie er getrunken wird, nur nicht von wem.“

Darum fühl’ ich mich im Camper auch so wohl, wie bei mir in der Küche.

75. Wo informierst du dich über das Tagesgeschehen?

Hauptsächlich im Internet, Zeit, NZZ, Le Monde, dann noch ein bisschen Tagesschau etc.

Spannend finde ich ja, dass die nicht deutschen Medien einen ganz anderen Blick vermitteln, als die deutschen.

76. Welches Märchen magst du am liebsten?

Die „im Volk überlieferte Erzählung, in der übernatürliche Kräfte und Gestalten in das Leben der Menschen eingreifen und meist am Ende die Guten belohnt und die Bösen bestraft werden“ oder die „unglaubwürdige, [als Ausrede] erfundene Geschichte“ (Definition Duden)?

Bei ersteren muss ich lange nachdenken, weil die klassischen Märchen (Grimm etc.) nicht wirklich mein Ding sind. Das Märchen von Salvini, den der Blitz beim K…en trifft und Carola Rackete, die belohnt wird, läse ich aber gern (Sorry, aber mir geht das Thema im Moment nicht aus dem Kopf).

Zur zweiten Definition gibt es viele schöne Märchen, wie das von der sicheren Atomenergie, das von den Abgasnormen, das von den sicheren Renten, wobei mir da die amerikanischen CIA-Märchen noch am besten gefallen.

77. Was für eine Art von Humor hast du?

Wer hier liest, merkt das schon. Ich mag Torsten Sträter sehr, Terry Pratchett, und den Witz, der zwischen den Zeilen steht.

78. Wie oft treibst du Sport?

Selten, wobei ich mich auch hier wieder mit Wortklaubereien herausreden könnte und Motorsport (Autofahren), Bootssport (dazu gehören sogar Motorboote, weshalb die Trailer auch mit einem grünen Kennzeichen fahren können) und Boule nennen könnte.

79. Hinterlässt du einen bleibenden Eindruck?

Hahaha! Aber mit Sicherheit!

80. Auf welche zwei Dinge kannst du nicht verzichten?

Oha, die Frage habe ich schon oft gelesen mit sehr unterschiedlichen Antworten. Ich nehme Sie jetzt mal als Dinge im einfachsten Sinne, und lasse Personen und Dinge des alltäglichen Lebens (notwendige Lebensmittel und Hygieneartikel)  einfach mal weg.

Ein Kombinationsding wäre ein Cappuccino (Mokkakännchen, Kaffee, Wasser, Herdplatte, Topf, Milch, Zucker, Milchschäumer) und das andere mein Auto.

Die mehr oder weniger 1000 Fragen (5) und ein Lifehack

Schatten unter dem Baum

Ich kann gar nicht so viel Fragen beantworten, wie das Wetter warm ist, aber gestern hat das unter dem Baum dann doch noch geklappt. Und eigentlich ist mir aufgefallen, dass das doch eigentlich die 1000 Antworten oder noch besser, die 1000 Fragen und Antworten heißen müsste. Klugscheißen funktioniert bei dem Wetter also doch noch.

Und wen noch die alten Antworten interessieren, hier ging’s los und hier auch mehr zu den Fragen.

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Vorher aber noch ein Livehack:

Ich finde ja die Lifehack Videos fast immer doof. Dinge, die man nicht braucht, die auch nicht so richtig funktionieren und für die man das Material dann doch nicht da hat.
Trotzdem:

200 ml Flüssigwaschmittel und 500 ml Wasser in eine leere, aufschraubbare Sprühflasche (vom Badreiniger, Fensterreiniger oder sonst was), einmal Schütteln (nach dem Wiederzuschrauben) und fertig ist das Fleckenmittel.

Die Flasche steht bei mir gleich an der Waschmaschine, damit hab’ ich schon Rostflecken, Fettflecken und sonstiges weg bekommen. Einfach auf den Fleck sprühen und mit in die normale Maschine.

Und wenn das nix hilft: Schere nehmen und der Fleck ist weg. Der Lifehack mit der Schere ist übrigens von Armin Maiwald von der Maus:

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60. Was ist deine neueste Entdeckung?

Das Rezept für selbstgebackenes Fladenbrot. Mit Vorteigen mit Milch und Joghurt. Köstlich. Hier findet ihr das Rezept aus dem ploetzblog.

61. Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?

Also, dass am Tage des Jüngsten Gerichts die Toten aus ihren Gräbern aufstehen, eher nicht, diese Auferstehung des Fleisches, bei der ein Schulkollege im Religionsunterricht immer lachen musste, weil er an Zombies dachte.

Dass man in irgendeiner Art und Weise in Erinnerungen weiterlebt oder durch die Spuren, die man hinterlassen hat schon. Da könnte man jetzt auch das Jung‘sche kollektive Unbewusste ins Feld führen.
Und dass wir mit dem Klimawandel noch Generationen in guter Erinnerung bleiben, kann ja auch niemand bestreiten.

Wilson hat die Frage über das Leben nach dem Tod bei mir durch seinen Artikel „Die Semantik von <<Gott>>“ nochmal aufgeworfen. Den Artikel habe ich vor kurzem mal wieder gelesen und der hat mich im Ganzen nachdenklich gemacht. Empfehlenswert, erschien schon 1982 in seinem Buch „Right where you are sitting now“, Deutsch „Ist Gott eine Droge, oder haben wir sie nur falsch verstanden“.

62. Auf wen bist du böse?

Wow ist die Frage schlecht formuliert, oder gerade absichtlich so?

Wenn ich auf jemanden böse bin, dann bin ich ja selbst böse, was rein moralisch betrachtet doch verwerflich ist, oder? Dann müsste ich ja dann auch wieder auf mich selbst böse werden.

Ich formuliere es mal um: Auf wen bist Du sauer oder wem nimmst Du etwas übel?

Eigentlich auf niemanden im Moment. Ich bringe zwar nicht den Gleichmut auf, nicht sauer oder auch mal böse zu werden, aber rein rational betrachtet macht das ja auch keinen Sinn. Also baue ich da meine Emotionen ab, indem ich die Situation analysiere und mich frage, ob das überhaupt lohnt. Wenn ja, dann versuche ich das mir der Person zu klären, wenn nein, dann lasse ich sie ziehen.

63. Fährst du häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln?

Mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa.

Nein. Die Verbindungen sind einfach zu schlecht. 2 ½ Stunden von Witten zur Esprit-Arena (oder wie das Dingen jetzt heißt) sind einfach inakzeptabel.

Um den Leuten eine echte Alternative anbieten zu können, müsste erstmal ordentlich in Infrastruktur investiert werden. Aber die Schwarze Null ist ja viel wichtiger. Da könnte ich platzen, wieder mal.

64. Was hat dir am meisten Kummer bereitet?

Ich habe immer von einem intakten Familienleben geträumt, so, wie ich es als Kind erleben durfte. Nur ist das voll in die Hose gegangen. Trotzdem habe ich nach zu langem Zögern, was sich auf diesen Traum stütze, den Schlussstrich gezogen.

Aber Kummer hat mir das trotzdem bereitet.

65. Bist du das geworden, was du früher werden wolltest?

Was wollte ich werden? In jungen Jahren Frührentner, wie meine Omi, dann Lehrer.

Jetzt bin ich selbstständig und aus dem Frührentner wird wohl nix, Lehrer – nee danke.

66. Zu welcher Musik tanzt du am liebsten?

Zum Geräusch von zwei 45 Magnums, die auf meine Füße abgefeuert werden, nachdem vorher einer mit einem schwarzen Hut gesagt hat „Tanz!“.

Oder zu Blues, Klammerblues.

67. Welche Eigenschaft schätzt du an einem Geliebten sehr?

Theoretisch finde ich die Frage schwer zu beantworten, weil das ja doch sehr auf den Menschen ankommt. Eine Checkliste für potentielle Geliebte habe ich nicht, die Frage muss ich somit auf vielleicht später mal vertagen.

68. Was war deine größte Anschaffung?

Der Steinhaufen, in dem ich wohne, gefolgt von dem Auto, das ich fahre.

69. Gibst du Menschen eine zweite Chance?

Wenn mir jemand aus meiner Sicht Unrecht getan hat, sich entschuldigt und auch danach anders handelt, sicher. Das kann dann auch eine dritte oder vierte Chance sein. Wenn ich merke, dass ich nur weiter verarscht werde, dann nicht. Ohne echte Einsicht oder Klärung des Sachverhaltes, keine zweite Chance.

Aber auch in positiver Richtung kann man eine zweite Chance geben, wenn jemand es sich einfach anders überlegt hat oder anders fühlt.

Klingt für mich jetzt etwas egoistisch, aber die Frage war ja nicht die, ob ich eine angebotene zweite Chance auch annehme. Weil die eigene Unvollkommenheit gibt’s ja auch noch.

Wichtig ist doch, dass man offen bleibt und bereit ist, etwas neu zu beurteilen. Oder wie Bertold Brecht es ausdrückte (womit ich mit meiner grandiosen Literaturkenntnis glätzen kann): “Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war.”

Die mehr oder weniger 1000 Fragen (4)

Thermometer

Draußen ist es heiß,  mir fällt das Denken schwer  und im Keller bei angenehmen 22°C wartet ein bisschen Tinte auf Abfüllung. Zeit für ein paar Fragen.

Hier ging es übrigens los mit den Fragen, wer alle Antworten nochmal lesen will und auch mehr über die Fragen wissen möchte.

46. Feierst du immer deinen Geburtstag?

Großes JA.

47. Wie oft am Tag bist du auf Facebook?

Höchstens einmal, meist kurz, um den Blog zu posten.

48. Welchen Raum in deiner Wohnung magst du am liebsten?

Die Küche.

49. Wann hast du zuletzt einen Hund (oder ein anderes Tier) gestreichelt?

Eben, weil meine beiden Jungs ständig ankommen.

50. Was kannst du richtig gut?

Ich glaube, mich einfach trauen, etwas zu tun. Auch wenn’s nicht klappt, gräme ich mich deshalb nicht, weil ich es wenigstens versucht habe. Laut MTBI-Test bin ich ja auch ein Explorer.

51. Wen hast du das erste Mal geküsst?

Frage gestrichen

52. Welches Buch hat einen starken Eindruck bei dir hinterlassen?

Ganz klar die Bücher von Robert Anton Wilson. Weniger wegen der Handlung der Romane, die aus heutiger Sicht doch etwas zu sehr von Sex, Drugs and Rock’n Roll handelt, sondern eher von seiner Art Dinge zu betrachten und zu beurteilen.

Beispiel?

Wenn Du etwas wirklich unabhängig und ohne Vorurteile bewerten willst, sollst Du eine Tabelle mit je 10 positiven und negativen Argumenten darüber aufstellen. Klingt jetzt etwas einfach und abgedroschen, aber schreibt wirklich mal 10 positive Argumente für etwas auf, was ihr absolut nicht leiden könnt! Oder findet auch nur die 10 guten Argumente dagegen.

53. Wie sieht für dich das ideale Brautkleid aus?

Ehrlich jetzt?

Wenn ich nochmal heiraten würde, dann würde ich mir etwas anziehen, das besonders zu meinem Typ passt und würde mir wünschen, dass meine Zukünftige etwas entsprechendes für sich finden würde. Und da ich kein Anzugträger bin und meine zukünftige bestimmt keine Prinzessin wäre, fiele das mit den klassischen Brautkleid dann mit Sicherheit mal aus.

Ich weiß nicht, ob die Schaufensterpuppe die Hände wegen mir hebt, oder sich selbst im Spiegel sieht, aber die Geste fand ich toll:

54. Fürchtest du dich im Dunkeln?

Furcht wäre jetzt zuviel gesagt (ich soll ja ein Mann sein, und Männer kennen keine Furcht, oder so), aber je nach Situation und Umgebung wäre mir schon nach mehr Licht zumute.

Im Elsass im Wald, nachts um 1, kein Problem, am Bahnhof durch die Unterführung trotz Licht, wo ist mein Patronus?

55. Welchen Schmuck trägst du täglich?

Wirklich täglich? Keinen. Sonst gerne Ohrringe (aber nicht so kleine Stecker) und Lederbänder mit selbstgemachten Anhängern.

Die Anhänger erinnern mich meist an etwas, das mir gut tut.

56. Mögen Kinder dich?

Da müsst ihr die Kinder fragen.

57. Welche Filme schaust du lieber zu Hause auf dem Sofa als im Kino?

Die Filme, die ich allein schaue. Ich finde Kino allein blöd, sorry.

58. Wie mild bist du in deinem Urteil?

Die Antwort könnte jetzt total ausufern. Über die Suche nach Schuldigen oder ob das Beheben von Ursachen nicht besser sei. Aber lassen wir das hier.

Auch hier feile ich ein bisschen an der Frage und biege sie auf Kritik um.

Ich denke, meine Kritik versucht motivierend zu sein, also entweder etwas beim nächsten Mal noch besser zu machen oder genauso gut weiter. Nur Lobhudelei oder jemanden fertig machen bringt ja keinen weiter.

59. Schläfst du in der Regel gut?

In der Regel schon. Mir gehen nur immer viele Sachen im Kopf herum, weshalb ich lange nicht gut eingeschlafen konnte.

Aber ich höre jetzt immer zum Einschlafen Hörbücher, das haben die zwar nicht verdient, aber innerhalb von 5  – 10 Minuten bin ich dann weg. Das klappt auch, wenn ich Nachts wach werde.

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Auch hier wieder der Verweis auf die folgenden Fragen und Antworten für Nachleser.

Pfingsten 2019 und die mehr oder weniger 1000 Fragen (3)

Pfingsten ist ja immer die Möglichkeit richtig geile Mucke zusammen mit vielen tausend anderen Gleichgesinnten zu hören, dabei eng beieinander zu stehen und das Wetter egal sein zu lassen, ob es jetzt regnet oder die Sonne brennt:

Rock am Ring Stau auf der Autobahn

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Euch daher viel Spaß bei den nächsten Antworten, ich geh jetzt das Auto aussaugen und von innen putzen.

Hier ging es übrigens los mit den Fragen, wer alle Antworten nochmal lesen will und auch mehr über die Fragen wissen möchte.

31. Welches Buch hast du zuletzt gelesen?

Robert Anton Wilson: Illuminatus 2

Nach bestimmt 25 Jahren mal wieder, weil ich meine Erinnerungen darüber nochmal auffrischen wollte (siehe auch 52.)

32. Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst?

Auf die Frage habe ich mich schon die ganze Zeit gefreut.

Der Begriff Frisur trifft es bei meiner Kopfbehaarung dann doch wohl kaum. Darf man die großflächige Abwesenheit von Haaren noch eine Frisur nennen, weil in meinen Augen eine Frisur etwas ist, das man aktiv herbeiführt?

Also gut, das was da noch wächst, darf da stehen bleiben, weil es einer anderen Person besser gefällt und ich damit autonomer aussähe. Autonomer gefällt mir.

Ansonsten seh‘ ich mich ja doch nur morgens vor dem Spiegel und dann auch nur die Haare, die rechts und links noch über den Ohren stehen.

33. Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig?

Nein. Ich habe noch ein Festnetztelefon, könnte meine mp3s auch auf einen Stick laden, mir Zeitungen aus Papier kaufen, das Navi reaktivieren, Fußball am Radio hören und den Wetterbericht durch einen Blick aus dem Fenster holen. Und selbst im Urlaub könnte ich noch eine dieser seltener werdenden Telefonzelle aufsuchen und mich von da aus melden.

Aber praktisch ist es schon und gibt mir auch die Möglichkeit einem Teil meines Broterwerbs auch dann nachzugehen, wenn ich mitten in der Woche faul am See oder sonst wo sitze.

34. Wieviel Geld hast du auf deinem Bankkonto?

 – ohne Worte –

35. In welchen Laden gehst du gerne?

Boulangerie du Vast

36. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe?

Das kommt doch sehr auf den Anlass und die Kneipe an. In Köln würde ich ein Früh bestellen, in Düsseldorf ein Uerige, in Dortmund ein Hövels.

Und dann ist da auch noch die Frage nach der Tageszeit und ob ich noch Auto fahren muss. Also je früher und je Auto, desto Cola. Aber bitte mit Zucker, weil ich auf künstliche Süßstoffe allergisch reagiere und damit zu einer olfaktorischen Belastung meiner Umgebung werde.

37. Weißt du normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen?

Bei Hägar gab‘ es mal so einen schönen Strip, in dem er mit Sven Glückspilz in der Kneipe sitzt, zusammen mit dem Stuhl auf den Tisch gestellt wird und dann feststellt, dass die Kneipe wohl jetzt schließt.

Ich habe Sitzfleisch, merke aber schon, wenn keiner mehr da ist, mit dem ich mich unterhalten kann.

38. Wenn du dich selbstständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit?

Bin ich ja schon, mit Tinten und dem Vertrieb von selbstreinigenden Toiletten.

39. Willst du immer gewinnen?

Ja! Das ist doch meistens der Sinn von Spielen oder öffentlichen Ausschreibungen, oder?

Obwohl ich neulich ein lustiges Experiment mit der Familie beim Malefiz spielen gemacht habe. Ich habe mit meinem Papa eine Gemeinschaft geschlossen und wir haben uns nicht gegenseitig rausgeschmissen oder Barrikaden vor die Nase gesetzt, sondern zusammen daran gearbeitet, das Spiel zu gewinnen. Der Vorsprung vor den anderen wuchs so lange, bis die Gemeinschaft zerfiel. Alles nach offizieller Spielregel erlaubt, auch wenn nur einer von beiden danach hätte „gewinnen“ können. Und Spaß hat es auch gemacht.

40. Gehst du in die Kirche?

Ich gehe in Kirchen, um sie aus kunsthistorischer Sicht zu besuchen oder auch ein Konzert zu hören, wobei ich mich der Besonderheit dieser Orte dabei nicht entziehen kann.

Die Lust an Kirche als Institution ist mir trotz vorher aktiver Beteiligung mit 17/18 Jahren völlig verdorben worden.

41. Trennst du deinen Müll?

Ja, sicher. Gelber Müll, Restmüll, Biomüll, Papier und Glas.

Bei Glas sehe ich es ein, das ist prima recyclingfähig.

Bei Papier fängt es an komisch zu werden, weil das in den normalen Müllverbrennungsanlagen fehlt, um auf ordentlich Temperatur zu kommen, weshalb die dann mit zusätzlichem Gas stärker nachgeheitzt werden müssen.

Beim gelben Müll kräuseln sich mir dann die Nackenhaare (siehe 32.), weil viele Kunststoffe nicht so einfach recycled werden können. Sicher ginge das, aber der Rohstoff für neues Material ist noch viel zu billig, als dass da ein Interesse bestände. Also kommt das Plastik aus dem gelben Müll zu 83% wieder zum Restmüll und wird thermisch recycled, also verbrannt, um Gas zu sparen (siehe Papier).

Und in einigen Gemeinden soll man den Biomüll auch nicht mehr kompostieren, weil das Nitrat, das aus dem Kompost kommt, das Grundwasser belaste. Aber da sehe ich auch einen Sinn in der Biotonne, weil man daraus, wie hier in Witten, Biogas machen kann.

Sinnvoller ist wohl dann doch die Müllvermeidung

42. Warst du gut in der Schule?

Wo drin? Also Schule ist schon klar, aber in welcher Disziplin?

Käsekästchen – Check
Idiotenskat – Check
Autorennen – Check
In-der-5-Minutenpause-aus-der-dritten-Etage-herunterlaufen-vom-Schulgelände-rennen-eine rauchen-und-zum-Klingeln-wieder-pünktlich-im-Klassenraum-sein – Check

Der Rest war Mittelmaß, aber mit 2,9 hatte ich im Abi immerhin eine 2 vor dem Komma.

43. Wie lange stehst du normalerweise unter der Dusche?

An manchen Tagen stehe ich stundenlang unter der Dusche, weil sich meine Produktion im Keller direkt unter dem Bad befindet.

Wenn ich dusche, dann dauert das meistens nur so 5 bis 10 Minuten.

44. Glaubst du, dass es außerirdisches Leben gibt? 

Mit Glauben hat das wenig zu tun, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es das geben. Leider nicht die Frage nach intelligentem Leben, denn dann hätte ich antworten können, dass ich daran eher glaube als an intelligentes Leben auf der Erde.

45. Um wie viel Uhr stehst du in der Regel auf?

Kurz nach 6, weil der Sohn in die Schule muss. Das bin ich so gewohnt, dass ich da meistens auch am Wochenende wach werde.

***

Ich glaub’, das reicht für heute, auch wenn ich dann doch nicht zur oben schon erwähnten Frage 52 komme. Die ist zwar schon beantwortet, aber da müsst ihr euch noch ein bisschen gedulden.

Wer sich hier durch die 100 Fragen und Antworten liest: Hier geht’s weiter!

Die mehr oder weniger 1000 Fragen (2)

Heute war große Shopping-Tour für den Camper und ich hatte keine Zeit groß zu schreiben. Aber auch wenn ich ja animiert worden bin eine Dokumentation zum Umbau des Transporters zu machen, heute nur Teil 2 der 1000 Fragen. Die kann ich so schön zwischendurch mal beantworten und an so Tagen wie heute eine Konserve öffnen.

Hier ging es übrigens los mit den Fragen, wer alle Antworten nochmal lesen will und auch mehr über die Fragen wissen möchte.

12. Was möchtest du dir unbedingt irgendwann einmal kaufen?

Das unbedingt stört mich jetzt, das klingt so nach „…wenn das nicht klappt, bin ich todtraurig“.

Ja, es gibt Dinge, die ich mir gerne einmal kaufen würde. Bei unbedingt fällt mir jetzt nur etwas zu Essen und zu Trinken für heute Abend ein, ich muss gleich noch einkaufen.

13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne?

Vielleicht wäre ich gerne ein bisschen ordentlicher und organisierter. Aber ich finde mich charakterlich, so wie ich bin, eigentlich ganz gelungen.

14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen?

Keine so wirklich, eher dann Vlogs auf youtube, sowas wie Cruising the Cut, Narrowboat Experience, Sampson Boat, Arcorn to Arabella und Vandamonium.

15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen?

So klassisch Phantasialand oder sowas? 1990 im Zivildienst mit der Werkstatt für angepasste Arbeit

16. Wie alt möchtest du gern werden?

So alt, dass ich mit dem, was ich zu dem Zeitpunkt noch machen kann, zufrieden bin. Auch mit jetzt fast 50 geht schon nicht mehr alles, aber nichts, womit ich nicht leben könnte.

17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück?

An jeden in der Normandie. Wenn ich dort ankomme, bin ich zurück an dem Ort, wo ich mich wirklich wohl fühle und an den ich ganz viele und eigentlich fast nur gute Erinnerungen habe.

18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an?

Die Unfassbarkeit, jemanden zu lieben aber nicht zurückgeliebt zu werden, nur gemocht, vielleicht als guter Freund. Das Herz zieht sich zusammen, der Boden geht verloren und die Welt bricht zusammen.

Chet Baker passt dann in jeder Form.

19. Hättest du lieber einen anderen Namen?

Nö. Ziemlich selten und eigentlich höre ich ihn sehr gerne.

20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt?

Ständig, aber nicht pathologisch. Ich hinterfrage gerne mein Handeln und Denken, zweifeln ist da aber wohl überzogen.
Die Situation echten Zweifels lasse ich hier aber raus.

21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken?

Ja und nein.

Mir ist schon wichtig, was die Menschen von mir denken, die mir wichtig sind und deren Meinung ich schätze.  Die versuche ich auch in einem inneren Dialog zu antizipieren, um Entscheidungen zu treffen.
Und nein, weil ich nicht mit dem Strom schwimme.

22. Welche Tageszeit magst du am liebsten?

Morgens um 5, mit dem ersten Kaffee auf der Terrasse und dem Gefühl den Morgen ganz für mich zu haben. Aber die Antwort gilt auch nur für den Sommer.

23. Kannst du gut kochen?

Gerne für andere, denen schmeckt’s und das glaube ich dann einfach mal.

24. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am besten?

Spätfrühling, Frühsommer und Altweibersommer (oder darf man das nicht mehr sagen?). Ich mag es, wenn die Luft ein bisschen frischer ist, so bis max 25°.

25. Wann hast du zuletzt einen ganzen Tag lang nichts gemacht?

Da stört mich schon wieder das nichts, das ist so wertend.

Man kann nicht nichts tun, so wie man nicht nicht kommunizieren kann. Und einfach mich mal nicht dem hektischen „Ich muss doch irgendwas tun, wie steh‘ ich denn sonst da?“ hinzugeben, finde ich schon sehr entspannend.

26. Warst du ein glückliches Kind?

Ja.

Das ist doch mal eine Antwort, die so richtig toll in einen Blog passt. Nicht viel schreiben, nicht viel zu lesen. Aber mehr kann ich dazu nicht sagen, weil jede Erklärung das nur verwässern würde.

27. Kaufst du oft Blumen?

Nein. Ich habe 3 Pflanzen in der Küche und der Garten wächst auch ohne mein Zutun, das hätte ich vor ein paar Tagen geantwortet. Aber dann habe ich den Schnitt ja völlig versaut und Lavendel in die Kübel an der Terrasse gepflanzt.
Sonst mal ab und zu ein Blümchen im Topf für den Küchentisch oder zum Verschenken.

28. Welchen Traum hast du?

Einen?

29. In wie vielen Wohnungen hast du schon gewohnt?

3 (noch kürzere Antwort als 26.)

30. Welches Laster hast du?

„Müßiggang ist aller Laster Anfang“ (Brecht/Weill – die 7 Todsünden)

Der Definition der 7 Hauptlastern des christlichen Abendlandes folgend dann mal bestimmt die Wollust, ein bisschen Faulheit und auch Völlerei (Reihenfolge aber nicht von mir, sondern von Wikipedia).
Aber ob das schon Laster sind, hängt ja auch davon ab, wo man die Grenze zieht.

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Hier gehts dann weiter mit noch mehr Antworten

Die mehr oder weniger 1000 Fragen

Beim Bloglesen bin ich immer wieder auf die 1000 Fragen vom Flow-Magazin gestoßen, die sich Johanna in ihrem Blog wohl als erste beantwortet hat. Ich liebe Fragenkataloge! Einerseits regen so Fragen ja zum Nachdenken an, andererseits lese ich auch gerne die Antworten anderer.

Eigentlich wollte ich die Fragen der Reihe nach beantworten, ohne sie vorher alle gelesen zu haben. Aber während der Beantwortung kamen mir Bedenken und ich habe dann doch erstmal alle gelesen.

Beim Blogschreiben habe ich ein paar Grundprinzipien, von denen ich nicht abweichen will. Dazu gehören die Persönlichkeitsrechte, nicht nur meine, sondern auch die meiner Umgebung. Bei einzelnen Fragen würde ich diese aber verletzen. Ich bin da zwar mir gegenüber nicht zimperlich, aber es gibt auch Dinge über mich, die sind höchstens für meine engsten Freunde und Angehörigen bestimmt oder betreffen eben diese. Diese Fragen lasse ich dann lieber aus, bevor ich mir dann irgendwas Belangloses aus den Fingern sauge.

Zusätzlich hatte der Fragebogen wohl ursprünglich Frauen als Zielgruppe, auch wenn lackierte Fingernägel (415) und Lippenstift (507) bei Männern in meinen Augen jetzt auch nicht anrüchig sind und bestimmt noch besser aussähen als manch’ blasiertes Business-Outfit.

Aber los:

1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal gemacht?

Tolle Frage gleich zu Beginn.

Da habe ich ja lange drüber nachgedacht: Bootbauen 2017, Kanufahren im Sommer 2018, Brotbacken auf dem Stein im Herbst 2018, Mailand kurz vor Oster 2019 …

Zählen eigentlich lange nicht mehr gemachte Dinge auch dazu? Sowas wie Segeln zum ersten Mal nach 34 Jahren (aber das ist erst im Sommer an die Reihe)? Und kommt nicht von Heraklit der Satz, dass man nicht zweimal in denselben Fluss steigen kann?

Aber dann fiel es mir ein, Bloggen, zum ersten Mal am 16.05.2019!
Oder doch angefangen die 1000 Fragen zu beantwortet?

2. Mit wem verstehst du dich am besten?

„My significant other“ würde ich hier jetzt gerne schreiben, fällt aber aus Mangel an einer entsprechenden Person aus.

Allgemeiner verstehe ich mich mit denen gut, die mich auch verstehen.

3. Worauf verwendest du viel Zeit?

Also ganz rational betrachtet auf Schlafen, da komme ich schon auf 6 – 7 Stunden pro Tag, Arbeiten teilt sich ja auf in Tinten und Toiletten. Denken vielleicht, bleibt ja nicht aus.

4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen?

Also der klassische Witz ist eigentlich nicht so mein Ding, gut, der mit Gott und Petrus beim Golfen schon. Kennst Du nicht??? Ich bekomme ihn nicht mehr genau hin, aber google hilft:

Gott und Petrus spielen Golf. Gott verzieht seinen Abschlag, der Ball rollt in Richtung Sandbunker. Da kommt eine Maus und packt den Golfball, dann kommt eine Katze und packt die Maus, dann kommt ein Adler und packt die Katze und schwingt sich mit ihr in die Luft, dann kommt ein Blitz und schlägt in den Adler mit der Katze mit der Maus mit dem Golfball, der Golfball fällt genau ins Loch. Petrus: “Wat iss jetzt? Spielen wir Golf oder blödeln wir rum?”

Aber laut lachen doch eher über anderes, aber die Frage zum Humor kommt ja erst später (77.)

5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst?

Hmm, vom Kopf her nicht, aber dann irgendwie doch, warum eigentlich?

6. Woraus besteht dein Frühstück?

Kommt drauf an, meist Selbstgebackenes, mal mit was Salzigem, mal mit was Süßem obendrauf. Kommt auch immer auf die Unterlage an. Küles (Rezept folgt irgendwann mal) nur mit Butter.

7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben?

Grumpf (siehe 2.) … dem Sohn beim Gute-Nacht sagen.

8. In welchem Punkt gleichst du deiner Mutter?

Warum nur der Mutter? Ach ja, der Vater kommt erst bei 216.

Also gleichen wäre zu viel gesagt, aber nacheifern, in der Küche und als Hausmann.

9. Was machst du morgens als Erstes?

Wieder mal genau genommen den Wecker aus, Handy ausstöpseln und aufstehen. Dann Frühstück machen (Mo.-Fr.) oder nur einen Milchkaffee (Sa. und So., aber dann ohne das Weckergedöns vorher).

Und Mist, schon wieder vergessen den Flugzeugmodus aus zu machen.

10. Kannst du gut vorlesen?

Achtung, Spoiler Alarm!
Ob gut oder nicht, können doch nur die Zuhörer entscheiden. Auf die Frage, ob ich gerne vorlese, würde ich mit Ja antworten.

Als Jugendliche haben wir uns den Herrn der Ringe gegenseitig vorgelesen, das war toll. Könnte ich mir auch heute noch vorstellen. Ich liebe aber auch gute Hörbücher.

11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt?

Weiß ich nicht mehr, liegt irgendwo in dem Alter, dass ich nicht mehr rekonstruiert bekomme. Ein Bild, dass ich dazu im Kopf habe, zeigt mich, wie ich vor Weihnachten im Keller in den Schränken nach Geschenken suche. Da habe ich wohl nicht mehr geglaubt, dass der Weihnachtsmann die da schon mal abgelegt hat, um den Stress am 24. zu vermeiden.

Außerdem hieß das bei uns das Christkind.

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Das muss für heute reichen, ab 12. dann demnächst (findet ihr hier).