17/09/19 – Zwei Buchstaben und einen im Sinn

Es gibt ja immer drei Buchstaben:

Die drei Ks (Küche, Kinder und Kirche), die drei Fs (die man angeblich nicht verleiht) aber bei mir heute nur zwei As: Autofahrer und Abi. Mir fällt aber zum dritten Teil einfach kein passendes A ein. Für eine Aufzählung braucht es ja auch eigentlich  immer 3, mit Komma und “und” wird’s erst komplett. Egal.

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Zu den Autofahrern habe ich gestern einen schönen Blogbeitrag bei den Ruhrbaronen gelesen. Irgendwie bringt der Beitrag so viel auf den Punkt und trotzdem konnte ich schallend lachen. Klasse, dem deutschen Autobesitzer in die Seele geschaut.

Erinnert mich an “Onkel” Paul, den Nachbarn in meiner Jugend, der, als mein Papa seine Promotion fertig hatte, dann meinte: “Jetzt kauft’er eusch aber ‘n ander Auto, oder?” Promoviert und R4 ging für ihn irgendwie nicht überein.

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Das Thema Abi kam dann heute morgen. Ich sollte doch lieber kein Radio hören, wenn ich den Sohn zur Schule fahre, ist einfach nicht gut für den Blutdruck.

Also, kurz vor halb acht , es wird erwartet, dass jedes dritte Abi im nächsten Frühjahr eine 1 vor dem Komma haben wird. Und dazu ein Kommentar, bei dem ich dachte, ich sei in Bayern.

Das Problem sei ja auch, meinte die Kommentatorin, dass die Abis auch nicht zu vergleichen seien, trotz Zentralabi, denn die eine mache ihr Abi mit dem Schwerpunkt Naturwissenschaften in  München mit einer Prüfung in Physik und Chemie und der andere in Flensburg in Politik und Kunst.

Ja, und? Ist eine künstlerisch/sozialwissenschaftliche Ausrichtung schlechter als eine naturwissenschaftliche? Klingt für mich wie früher das Argument, die Mädchen machten ihren guten Durchschnitt im Stricken. Aber da war die Kommentatorin wenigstens emanzipiert genug um die klassischen Geschlechterrollen zu tauschen.

Ein etwas mehr “sowohl als auch” und ein sich anschließendes “Studium universale” mit weniger Fachidioten wäre mir lieber.

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Noch ein Brüller zum Schluss?

Laut Aussage des Deutschlehrers mag die Klassenlehrerin den Einsatz von Computern und Smartphones im Unterricht nicht, weil ja kaum ein Schüler mit den Geräten umgehen könne.

Kurz mal nachdenken. Wozu geht man nochmal auf die Schule? Stimmt, um was zu lernen (für’s Leben, oder so), oder erinnere ich mich da nicht richtig? Oder liegt das Problem wo anders?

Der Informatiklehrer wiederum versteht nicht, warum überhaupt noch so viel von Hand macht wird, gerade, wenn es ums Schreiben von Texten geht. Er meinte, in vollem Ernst, dass da wohl viele vor einem Stromausfall Angst hätten.

Offensichtlich ist an der Schule gerade ein Diskussion über den Einsatz von Computern ausgebrochen. Mag sein, dass das daran liegt, dass der seit Anfang des Schuljahrs  tätige kommissarische Schulleiter auch Informatik unterrichtet.

Mein Kompromissvorschlag: Mehr Computer im Unterricht und das fehlende von-Hand-Schreiben wird durch Stricken kompensiert, dann hat man auch was für kalte Tage, wenn der Strom ausgefallen ist. Und das Abi wird auch vergleichbarer.

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