Ich bin ja schon letzten Mittwoch/Donnerstag gefragt worden, ob ich gerade Pause mache mit dem Blog. Nee, eigentlich nicht, aber dann doch.
Die Schulferien haben sich für den Sohn nach unserem gemeinsamen Urlaub nicht so entwickelt, wie er sich das vorher vorgestellt hatte. Und damit fokussierten sich dann seine kreative Ideen von Oma und Opa auf mich, was ich gerne angenommen habe, auch wenn es nicht richtig in die eigene Planung herein passte.
Aber so Papa-und-Sohn-Zeit ist sehr intensiv. Seine Gedankengänge sind nicht simpel und lassen sich auch nicht nebenbei abhandeln. Und damit bin ich nicht zum Schreiben gekommen.
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Unter anderem haben wir die Dachrinne und die Fallrohre repariert. Das stand einerseits an, andererseits konnten wir damit unsere Idee der Regensammlung für den Garten endlich mal umsetzen.
Das bisschen Wasser, das wir bisher zum Gießen gesammelt haben, reichte vorne und hinten nicht. Jetzt stehen da 1500 Liter Volumen zur Verfügung, die noch erweiterbar sind und die jetzt im Begriff sind, mit einer Pumpe und einem Bewässerungscomputer verbunden zu werden.
Letzteres ist wieder so ein Sohn-Projekt. Er liebt es, wenn Dinge automatisch funktionieren. Mir würde manchmal der Schlauch reichen, aber er hat schon recht, wenn er an den nächsten Sommer denkt und die sich selber gießenden Blumen während des Urlaubs.
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Noch so ein Projekt war das Parallelrechnen von zwei Arduino Nanos. Ich hab’ ja mal in der Schule Informatik gehabt (damals, Appel II und in der Oberstufe auf einem Commodore PC10) und kenne noch gut die Architektur von Programmen, aber bei der Programmierung ist der Sohn ganz geschmeidig auf der rechten Spur an mir vorbei gezogen.
Nur wenn’s um die Analyse von Problemen geht, ist Papa doch noch ganz gut.
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Ansonsten waren wir unter anderem in Kaiserswerth ein Eis essen, haben uns um die streikende Heizung gekümmert (an der auch die Warmwasserversorgung hängt, brrrr) und meine Sauerteige haben mich auch wieder lieb (nicht nur der Roggensauerteig, sondern auch das Sorgenkind Weizensauerteig).
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Und ein Kunde hatte Probleme mit seiner Toilettenanlage. Angeblich sei der Zahnriemen der Zugangstür einfach so gerissen. Zwar musste ich da nicht selber hin, aber doch ein bisschen was organisieren, zumal die Anlage gerade erst in Betrieb genommen worden war und der Kunde sich sehr verärgert darüber zeigte.
Der aus dem Urlaub gerufene und aus Italien angereiste Techniker stellte dann eindeutig Vandalismus als Grund fest. Weitere Schäden waren auch noch vorhanden, aber das war wohl dem Kunden nicht aufgefallen. Hier im Ruhrgebiet würde man sagen, mit Brille wäre das nicht passiert.
Gestern dann ein erneuter Anruf, diesmal funktioniert wohl (wieder) die Tür, das Waschbecken (keine Seife, kein Wasser und auch keine Trockenluft) und der Toilettenpapierspender nicht. Das sind drei völlig voneinander unabhängige Systeme. Offensichtlich kann da jemand die Anlage nicht leiden, denn sowas passiert nicht von alleine und auch nicht durch eine Fehlbedienung. Und bei den anderen gut 5000 in Betrieb stehenden Anlagen auch nicht.
Der Redakteur der örtlichen Presse schreibt mit Häme darüber, was sich aber so liest, als stammten seine Vorstellungen über moderne Sanitäranlagen noch aus den Zeiten der Grube hinter dem Haus. Aber vielleicht ist das auch nur, wie Fred Colon von der Stadtwache in Ankh-Morpork sagen würde, “Politik”.
Da muss ich jetzt doch mal hin.

