Mal wieder backen

Irgendwie ist in den letzten Wochen, auch schon vor dem Urlaub, das Brotbacken etwas unter die Räder gekommen.

Das Elend fing damit an, dass ich den Sauerteig im Kühlschrank habe verhungern lassen. Bis dahin war alles gut und unproblematisch, aber der “neue” wollte erst nicht, der nächste wollte, hielt sich aber nicht, dann kam das (bei mir) übliche Vorurlaubschaos und jetzt mussten wir Brot kaufen.

Der Sohn hatte von Omma Aprikosenmarmelade bekommen, weil er im Urlaub auf den Geschmack von Aprikosen gekommen ist. Ein Stück Stuten von Hinkel gab es dazu und danach sollte es auch Stuten sein.

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Vor vielen Jahren hatte ich aus einem Backbuch der Kindsmutter einen Bergischen Blatz gebacken, der mir noch heute in Erinnerung ist. Der war so traumhaft locker und von einem sagenhaften Geschmack, sagt die Erinnerung.

Zugegebenermaßen bin ich zu stolz, um nochmal nach dem Buch zu fragen, wobei auch offen ist, ob es das Buch noch gibt oder es dann gefunden werden will. Ich mag da also einfach nicht fragen.

Damit ging es dann an die Suche nach einem Rezept. Meine übliche Quelle schied etwas aus, weil die Auswahl an süßen Broten da eher eingeschränkt ist. Aber dann wurde ich schon beim zweiten Klick fündig. Alles entsprach meiner Brotphilosophie, sowohl die Zutaten als auch die Verarbeitung und die Details in den Rezepten von Stefanie. Sie arbeitet in ihrem Blog übrigens ganz ohne Werbung, Produktreviews oder ähnliche Geldeinnahmequellen, das gefällt mir auch.

(Der erste Klick war ein Rezept vom WDR, bei dem in einem Schritt gefordert war, ein Blech auf eine Kuchenrost zu setzten und das dann gehen zu lassen. Also jetzt nicht den Teig, sonder schon das Blech.)

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Und dann glaube ich bei Stefanie noch was gelernt zu haben, was jetzt auch nicht so verwunderlich ist, weil ich mich auch nur als begeisterten Laien bezeichnen würde.

Beim ersten Ansetzen meines Sauerteigs im Herbst hatte ich Vollkornmehl genommen, für den zweiten und dritten dann normales Weizenmehl, weil mir nicht klar war warum auch nicht und es gerade da war.

Bei Stefanie las ich dann jetzt, dass die Milchsäurebakterien, die für das Aufgehen des Teiges verantwortlich sind, und die man sich da hochpeppelt, gerade auf der Schale des Korns sitzen.  Kein Vollkornmehl, keine Schalen, keine Bakterien, kein ordentlicher Sauerteig.

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Das Rezept ist der Butter Blatz, den ich gestern noch gebacken habe, nach 1 1/2 Tagen Teigbereitung. Lecker ist er geworden und bekam vom Sohn heute Morgen das Prädikat “Gut”. Na dann, Daumen hoch.

Butter Blatz

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