Tag (-4) – Fertig werden

Sonntagsarbeit soll zwar keinen Segen bringen, aber irgendwann muss ich ja mal fertig werden. Also ging es gestern ab in den Keller, Flaschen drehen. Und weil der Arbeit dann doch mehr war und der Lust weniger, habe ich den Rest auf heute früh verschoben.

Die passenden Umkartons sollten sowieso erst Freitag verschickt worden sein und heute ankommen. Dann hätte ich eh erst morgen abholen lassen können, aber wie mir eine Mail heute morgen mitteilte, sind die wohl erst heute in den Versand gegangen. Das wird mir jetzt ein bisschen knapp, also muss ich tricksen und andere Kartons nehmen.

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Passt jetzt hier nicht so rein, aber youtube meinte gestern, das müsse ich mir ansehen. Stimmte. Nur gebt dem Stück mindestens 2 Minuten, weil da geht das erst richtig los:

Mit Andy Haderer hatte ich das Vergnügen vor vielen Jahren mit der CSM-Big-Band zusammen (und mit Mr. Fat Man Boogie  Peter Herbolzheimer als Gast-Leiter) musizieren und ein bisschen Zeit verbringen zu dürfen. Eine prägennde Erfahrung mit einem bemerkenswerten Menschen.

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Und die Uhr noch weiter zurück gedreht:

Eigentlich wollten wir ’75 auch wieder ans Cap, hatten auch schon gemietet, aber das wurde wieder abgesagt. Meine Eltern sind dann im Frühjahr mit dem R4 über ein Wochenende dahin gefahren, um ein neues Quartier zu suchen.

Gefahren? Ja, da war in der Gegend noch nix mit Tourismus und die Liste der mietbaren Ferienhäuser bestand aus einer handgeschriebenen Liste, die man im Syndicat d’Initiative des jeweiligen Dorfes als Hektographie bekommen konnte. Übernachtet haben sie auch im Auto, aber nicht so komfortabel, wie ich das heute kann.

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Auf jeden Fall hatten wir dann eine Bleibe, in der wir auch das nächste Jahr gemietet haben. Hatte ich gestern gesagt, dass unser Haus am Cap nah am Strand war, das hier war direkt am Strand und nur bei Ebbe mit dem Auto erreichbar, weil die letzt 100 m ging es direkt über den Strand: Ein ehemaliges Strandcafé in Morsalines. Ab und zu klopften dann auch noch Besucher an,  die hier einen Kaffee oder ein Bier trinken wollten.

Bei Flut reichte das Wasser bis an die geschlossene Terrasse und mit etwas Wind klatsche es auch schon mal beim Essen an die Fenster. Die ganze Bucht läuft bei Ebbe leer, wodurch man aber auch bei Flut schon 20 m weit laufen muss, bis das Wasser einem an den Knien steht.

Blick in die Baie de Morsalines
Blick in die Baie de Morsalines

In den zwei Jahren haben wir auch unser erstes Schlauchboot bekommen, so eine 2 1/2 Personen Gummipelle zum Rudern. Und mein Papa hat uns damit durch die ganze Bucht gerudert, einmal sogar mit aufkommendem Nebel, bei dem man nicht mehr wusste, in welche Richtung es jetzt weiter ging. Und wir hatte von meiner Omi so ein ganz ganz kleines aufblasbares Kinderkanu. Mit dem habe ich mich dann mal alleine auf den Weg gemacht. Und auch wenn das Wasser da flach ist, kann ich heute besser verstehen, wie sich meine Eltern damals gefühlt haben, als sie mich haben paddeln sehen. Aber wenigstens gab es keine Steine, Felsen oder sonstiges, also wegen der Knie.

Und wir haben die ersten Schatzkarten vom alten Seeräuber Willi Flint gefunden, die von da ab ein paar Jahre lang immer mal wieder ganz zufällig auftauchen, mal in einer Flaschenpost, in einer “antiken” Schublade  oder sonstwo, teilweise genau an meinem Geburtstag. Und immer haben wir die Schätze dazu gefunden.

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Aber nach ’76 wollte der Hausbesitzer dann doch lieber selbst in dem Haus leben und die Suche ging wieder los.