Salvinis “Schiffe Versenken”

Ich hab’ ja gestern noch Schiffe Versenken mit dem Sohn gespielt, auch wenn das zum momentanen Zeitpunkt vielleicht etwas unangemessen ist. Aber dabei ist mir eine Idee für ein neues Satire-Spiel gekommen.

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Salvinis “Schiffe Versenken”

Salvinis Schiffe versenken

Das Spiel ist ganz einfach, nur ein paar Papierbötchen falten und schwimmen lassen.  Wenn die Bötchen an den Schüsselrand kommen, müssen sie zurück in die Mitte geschoben werden. Wer als Erster die Bötchen des anderen hat von alleine untergehen lassen, gewinnt.

Salvinis Schiffe Versenken
Salvinis “Schiffe Versenken” – eins ist schon weg

Wer einmal gewinnt, wird zum ersten Commander Task Force Andrea G. des Spiels ausgerufen, beim zweiten Gewinn wird man der  Befehlshabers der EUropa-Operation   SOPVIEA Konteradmiral Enrico C. Endgültiger Gewinner ist, wer 3 Runden gewonnen hat. Dieser darf sich bis zum Ende des nächsten Spiels Matteo S. nennen und einen blauen Anzug mit weißem Hemd tragen. Der Verlierer muss an die Grenze zu Mexiko und sich am Mauerbau beteiligen.

Spieldauer ca. 15-30 Minuten, geeignet für junge und alte Populisten, ein Spaß für die ganze Familie

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Ich finde es traurig, dass erst durch die Festnahme der Kapitänin der Sea-Watch 3  sich der Fokus wieder ein bisschen auf die unhaltbare Flüchtlingssituation  im Mittelmeer richtet. Denn das Sterben auf dem Mittelmeer geht auch seit dem Abzug der Schiffe der Operation SOPHIA unverändert weiter.

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Es tröstet ein wenig, dass wenigstens die Italienische Justiz noch unabhängig zu sein scheint und die zusändige  Richterin Carola Rackete vorerst mit folgender Begründung auf freien Fuß gesetzt hat (Zitat aus einer E-Mail von openPetition mit einer Nachricht von Sea Watch) :

  1. Die Richterin verwarf den Vorwurf ‘Gewalt gegen Kriegsschiffe’ und vertrat die Auffassung, dass der Widerstand gegen Beamte “in Erfüllung einer Pflicht”–der Pflicht, Leben auf See zu retten–gerechtfertigt war.

  2. Die Richterin betonte, dass der Entschluss der Kapitänin der Sea-Watch 3, den Hafen von Lampedusa als nächsten „Place of Safety“ anzulaufen, notwendig war. Libyen & Tunesien könnten nicht als sichere Häfen angesehen werden.

  3. Darüber hinaus sei die neue Salvini-Verordnung “nicht auf Rettungseinsätze anwendbar”, da sie sich nur auf das Handeln von Schmugglern beziehe. Die Verordnung war kurz nach der Rettung am 12 Juni noch hastig vom italienischen Innenministerium in Kraft gesetzt worden.