Schiffe versenken und die mehr oder weniger 1000 Fragen (6)

Ja, gleich, aber vorher noch zwei schöne tolle gute, mir fehlt das richtige Adjektiv bei der Sache, Artikel, die Carmen und Frank haben heute verlinkt haben:

Abschiedskolumne: Der Untergang – SZ Magazin

Der Artikel ist übrigens ein Jahr alt und die Frontex hat ihre Schiffe weiter abgezogen. Lieber werden jetzt Schiffe eingesetzt um z.B. die Sea-Watch 3 vom Festmachen im Hafen von Lampedusa abzuhalten.

Wer sich ein bisschen mit dem Meer und der Seefahrt auskennt, würde niemals so handeln, wie es die italienischen Behörden momentan tun.

Der Postillon: Bademeister überlegt, ob er Ertrinkenden rettet oder ob das Schlepperei wäre

Ich frage mich ja, ob der zweite Artikel wirklich Satire ist, also das Mittel der Übertreibung nutzt, um Kritik zu üben, oder ob das nicht nur einfach die logische Weiterentwicklung dessen ist, was Salvini momentan mit Duldung (oder ist das nicht eigentlich schon Unterstützung) der EU mit den Bootsflüchtlingen auf dem Mittelmeer betreibt.

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Da ich aber heute echt Stress mit einer Lieferung für Freitag aus Italien hatte (irgendwie ist die 3 Tonnen schwerer als angekündigt, kommt deshalb mit einem Sattelschlepper, der aber nicht an den Aufstellungsort heran fahren kann und ich musste dann das Beamen organisieren) jetzt nur ein paar Antworten auf die weltbewegenden 1000 Fragen.

Und wie immer, hier ging’s los und hier gibt’s auch mehr Infos zu den Fragen.

70. Hast du viele Freunde?

Nö.

71. Welches Wort bringt dich auf die Palme?

Alternative Fakten.

72. Bist du schon jemals im Fernsehen gewesen?

Ich glaub‘, ich war mal ganz kurz bei irgendeiner Demo im Bild. Aber noch nicht im Dschungelcamp, in keiner Talkshow und RTL wollte auch noch keine Reality-Soap bei uns drehen.

73. Wann warst du zuletzt nervös?

Im Februar.

74. Was macht dein Zuhause zu deinem Zuhause?

Dass ich, wenn ich will, hinter mir die Tür zu machen kann, mir einen Cappuccino kochen kann und irgendwo einen Platz für eine Matratze finde. Wichtiger sind mir die Menschen, denen ich begegne.

Das ist wie in der Remy Martin Werbung aus den 80ern. „Einem Remy Martin ist es egal, wie er getrunken wird, nur nicht von wem.“

Darum fühl’ ich mich im Camper auch so wohl, wie bei mir in der Küche.

75. Wo informierst du dich über das Tagesgeschehen?

Hauptsächlich im Internet, Zeit, NZZ, Le Monde, dann noch ein bisschen Tagesschau etc.

Spannend finde ich ja, dass die nicht deutschen Medien einen ganz anderen Blick vermitteln, als die deutschen.

76. Welches Märchen magst du am liebsten?

Die „im Volk überlieferte Erzählung, in der übernatürliche Kräfte und Gestalten in das Leben der Menschen eingreifen und meist am Ende die Guten belohnt und die Bösen bestraft werden“ oder die „unglaubwürdige, [als Ausrede] erfundene Geschichte“ (Definition Duden)?

Bei ersteren muss ich lange nachdenken, weil die klassischen Märchen (Grimm etc.) nicht wirklich mein Ding sind. Das Märchen von Salvini, den der Blitz beim K…en trifft und Carola Rackete, die belohnt wird, läse ich aber gern (Sorry, aber mir geht das Thema im Moment nicht aus dem Kopf).

Zur zweiten Definition gibt es viele schöne Märchen, wie das von der sicheren Atomenergie, das von den Abgasnormen, das von den sicheren Renten, wobei mir da die amerikanischen CIA-Märchen noch am besten gefallen.

77. Was für eine Art von Humor hast du?

Wer hier liest, merkt das schon. Ich mag Torsten Sträter sehr, Terry Pratchett, und den Witz, der zwischen den Zeilen steht.

78. Wie oft treibst du Sport?

Selten, wobei ich mich auch hier wieder mit Wortklaubereien herausreden könnte und Motorsport (Autofahren), Bootssport (dazu gehören sogar Motorboote, weshalb die Trailer auch mit einem grünen Kennzeichen fahren können) und Boule nennen könnte.

79. Hinterlässt du einen bleibenden Eindruck?

Hahaha! Aber mit Sicherheit!

80. Auf welche zwei Dinge kannst du nicht verzichten?

Oha, die Frage habe ich schon oft gelesen mit sehr unterschiedlichen Antworten. Ich nehme Sie jetzt mal als Dinge im einfachsten Sinne, und lasse Personen und Dinge des alltäglichen Lebens (notwendige Lebensmittel und Hygieneartikel)  einfach mal weg.

Ein Kombinationsding wäre ein Cappuccino (Mokkakännchen, Kaffee, Wasser, Herdplatte, Topf, Milch, Zucker, Milchschäumer) und das andere mein Auto.