Heute Morgen habe ich eine Stunde dran gesessen und den Ablauf des Brotbackens, vom letzten Weizensauerteigansatz bis zum Backen geschrieben. Dazu wollte ich dann heute Abend die dazu gemachten Fotos bearbeiten und einfügen und den Text nochmal revidieren, weil ich beim Schreiben längere Texte gerne in einen langweiligen Trott verfalle, Nomen est omen.
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Google Analytics ist ja ein böses Tool. Wie google im Großen verfolgt man die Besucher auf der Seite im kleinen, von wo sie kommen, welches Gerät sie verwenden, welche Seiten sie besuchen, wie lange sie da bleiben, wo sie abspringen.
Wie gesagt, ein böses Tool, weil Informationen gesammelt werden und der Besucher doch ziemlich gläsern ist. Aber für den Betreiber einer Seite, ob nun Shop oder privater Blog, ein sehr hilfreiches Tool, weil man schnell sieht, für welche Themen Interesse besteht, ob mehr oder weniger Fotos den Besuchern entgegen kommen, wann die Texte anfangen zu lang zu werden und und und …
IP-Adressen von Nutzern werden dabei übrigens nicht übertragen, das wäre verboten.
Als ich noch den Shop hatte, fand ich das Rudelverhalten von Kunden immer sehr spannend. Samstags war kaum einer im Shop, da wurde eher offline eingekauft, Sonntags haben sich die Leute informiert und dann meist Montags oder Dienstags während eigentlich üblicher Dienstzeiten gekauft.
Und bestimmte Produkte wurden immer fast gleichzeitig gekauft. Zum Beispiel Tinten für Brother drucker: Nach 2 Wochen ohne einen Verkauf wurden dann meistens mehrere Sets innerhalb weniger Stunden an verschiedene Kunden quer durch die Republik verkauft. Danach war dann wieder wochenlang Pause. Der Mensch ein Individuum? An der Stelle wohl eher nicht.
Aber das Tool kann auch für den Betreiber böse sein, wenn er die Informationen gar nicht erst bekommt, sondern nur die Info, dass es nur einen Seitenaufruf gegeben hat. Die berühmte Ein-Mann-Statistik.
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Für alle, die es interessiert:
Es gibt super Plugins, oder Addons oder Erweiterungen, die google und dem Webseitenbetreibern einen Strich durch die Rechnung machen und die Übertragung der Daten an google unterbinden. Sowas nutze ich auch, weil ich ja nicht nachträglich erstmal alle Daten von meinem eigenen Surfverhalten auf der eigenen Seite säubern will. Und sowas nutzen andere Webseitenbetreiber aus dem selben Grund bestimmt auch. Für Android habe ich aber nichts Vergleichbares gefunden, bei mir klappt das nur über den Desktop.
Damit hat die Aussage, die man von Analytics bekommt, wieder eine gewisse Unschärfe. Aber aus der Erfahrung im Shop, wo es dann ja Einkäufe gibt, ohne dass jemand auf der Seite war, würde ich die Zahl bei vielleicht 10 bis maximal 25 % ansetzen.
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Langer Rede kurzer Sinn: Anstatt die 1 bis 3 treuen Leser weiter mit meinem Geschreibsel zu füttern, stelle ich den Blog jetzt wieder ein. Mich kostet das echt Zeit. Ich habe es gerne gemacht, aber so hat das ja keinen Zweck. Da könnte ich in der Zeit auch gleich die Leser anrufen und ein bisschen quatschen, das wäre unterhaltsamer.
Ja, die Antwort auf Frage 37 passt auch hier. In diesem Sinne, macht’s gut, ich räum’ die Werft auf und bau’ an meinem Boot weiter. Und morgen backe ich einen Schokokuchen für den Sohn.
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Mit einer Rose als Bild hat es angefangen, diese ist verblüht, mit einer musikalischen Rose höre ich hier auf:


