Campervan conversion

Da das Bloggen für mich ja noch recht neu ist, bekomme ich von einer Seite immer wieder Hinweise, dass ich dies oder jenes doch auch hier mit aufnehmen könnte oder, dass meine letzte (meist etwas abschweifende) Whatsapp-Nachrichten blogreif gewesen sei.

So auch bei dem Thema Campervan, der mich die letzte Woche mächtig auf Trab gehalten hat, weshalb ich auch nicht zum Schreiben gekommen bin. Ich habe aber auch im Kopf hin und hergewälzt, ob ich jetzt hier eine echte Dokumentation mache, oder nicht und wenn doch, dann wie.

Herausgekommen ist dann die kurze Variante, weil ich denke (oh nein, er denkt schon wieder!), dass das hier mehr die Variante Quick-n’Dirty ist und es sicherlich bessere Anleitungen zu Hauf im Netz gibt.

Aber das ist jetzt dabei rausgekommen:

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Zur Vorgeschichte kann ich nur sagen, dass ich bis auf ein paar Zeltlager als Pfandfinder aber mal so gar keine Erfahrung habe, was das Campen angeht. Aber mit dem ersten Keim zu dem Thema habe ich mich dann in Frankreich infiziert, als Frank mit seinem Wohnmobil bei uns im Urlaub zu Besuch war und wir am Stand einen Pastis mit Eis (!) getrunken haben. Das war Lebensqualität, das wollte ich auch, aber 1. fehlte das Geld für ein richtiges WOMO und 2. sind mir die Dinger auch meist zu klobig.

Der Keim bekam in den letzten beiden Jahren dann die ersten Blättchen, als ich mit dem Sohn auf dem Weg in den Urlaub nicht gestresst morgen um 5 aufgebrochen bin um dann so schnell wie möglich die 800 km hinter mich zu bringen, sondern wir schon am Abend vorher losgefahren sind, uns dann irgendwann nachts quer auf die Bänke gelegt haben und der Urlaub damit gefühlt schon einen Tag früher anfing. Und auch auf dem Rückweg haben wir so noch einen Tag geschunden.

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Ausgangspunkt für die ganze Aktion ist ein Peugeot Boxer L1H1, also ein kleiner Transporter aber in der Bus-Variante mit Scheiben und Verkleidung hinten und einer Zusatzheizung. Als dann vor zwei Wochen die Bank verkauft war, sah das ganze so aus:

Erstmal ging es dann ans “Entkernen”, wobei ich jetzt nicht isoliert und auch den Plan alles in Sperrholz auszukleiden und mit Filz zu bekleben schnell verworfen habe. 

Die Latten für den neuen Boden habe ich dann auch noch eingeklebt, damit der Kleber abbinden konnte.

To make a long story short:

Dienstag:

Teppich,

Baumarkt,

und Ikea (mit wieder viel mehr als ich eigentlich kaufen wollte).

Mittwoch

OSB mit der Säge “Stich” einpassen und auf die Latten schrauben,

nochmal zu Ikea und danach Bettgestell basteln.

Donnerstag

Bettgestell in Position bringen,

Lattenrost mit der Kreischsäge (ja, mit sch) sägen,

und Lattenrost ankleben und schrauben, auch am zweiten Kopfteil.

Und einmal ausprobieren, …, ich hätte ja so liegen bleiben können.

Freitag

Matratzen zuschneiden und abnähen,

Gardinen kürzen,

Einrichten und Teppich verlegen. Fertig, naja, fast.

Samstag

Samstag habe ich noch Beine für den Lattenrost des zweiten ausziehbaren Bettteils gebaut, aber irgendwie nicht mehr fotografiert, dann noch gepackt, das Chaos um mich herum beseitigt und dann ging es in Richtung Neandertal.

Der Parkplatz, den ich mir ursprünglich ausgesucht hatte, stellte sich dann doch nicht als ganz so romantisch heraus:

Aber ich habe noch ein schönes Plätzchen gefunden.

Sonntag

Danach ging es dann nach Düsseldorf, den Sohn einsammeln.

Ich muss sagen, es ist schöner und gemütlicher geworden, als ich es mir vorher vorgestellt hatte, vielleicht ein bisschen kitschig mit den Gardinen. Und meine Erwartungen an das, was ich mir davon erwartet habe, sind voll erfüllt worden. Denn was gibt es schöneres, als morgens mitten in der Natur wach zu werden, leichten Dunst auf der Wiese, einen frisch gekochten Cappuccino in der Hand und nur die Vögel singen hören und die Düssel plätschert leise dazu?

Ja, stimmt, am Stand stehen, einen kalten Pastis in der Hand, das Meer rauschen hören und den Sonnenuntergang beobachten. Aber das kommt auch noch.

Eine Antwort auf „Campervan conversion“

  1. einfach aber klasse.
    Nächster Treffen in Loreleystadt am Campingplatz.
    Ich komme dann.
    Gruss

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