Backtag

Heute war mal wieder Backtag. Im Herbst hatte ich mit dem Sohn ein Video über die Spur der Teiglinge (SWR vom 14.12.2011) gesehen und danach war ihm fast jegliche Lust auf Brot vom Bäcker oder dem Supermarkt des Misstrauens verloren gegangen, auch wenn Schokomürbchen oder Laugenstangen immer gehen, egal woher.

Seitdem durfte ich dann meiner neuen Leidenschaft des Backens frönen. Das hatte ich schon vor Jahren versucht, mit mäßigem Erfolg. Ja, irgendwie war das Brot. Aber nicht der große Wurf, eher ein traditionelles Nahrungsmittel, das aus einem Teig aus gemahlenem Getreide (Mehl), Wasser, einem Triebmittel und meist weiteren Zutaten gebacken wird (Wikipedia). Klingt jetzt schon nicht sehr appetitanregend, oder? Eine Offenbarung waren dann die Rezepte aus dem Plötzblog. Schöne klassische Vorgehensweise mit wenig Hefe, viel Zeit und oft mit Sauerteig. Und Lutz verrät dort auch die Geheimnisse, die für das Gelingen von Nöten sind.

Heute war mal wieder das Weizensauerteigbrot dran, ein Brot nur aus Weizensauerteig, Weizenmehl, Salz und Wasser.

Duft und Geschmack sind fantastisch und die Krume schön grob und unregelmäßig.  Da schmeckt einfach alles zu, ob Butter mit Honig zum Frühstück, nur mit Butter und einem kräftigen Camembert oder mit Kräuterbutter beim Grillen.

Das Brot hat demnächst auch mal einen extra Bericht verdient.

***

Nachdem ich ja gestern das Stückchen Musik auf dem Organophon hatte, muss ich heute noch eines meiner Lieblingsstücke nachschieben:

Nicht nur, dass das Original (Film und die Musik) zu meinen Favoriten zählt, auch der Klang der Orgeln von Odin aus der Nähe von Lyon haben es mir angetan. Und diese fantastische Familie, die, von diesen tollen Menschen mal ganz abgesehen, ihrer Tätigkeit mit Hingabe nachgeht und ihre “Produkte” offensichtlich noch liebt. Definitiv eines meiner zukünftigen Reiseziele mit dem Camper Van.

Damit soll es jetzt aber auch erstmal gut sein mit den mechanischen Musikinstrumenten.

***

Ich finde das schönste an Wahlwerbung ist immer noch die Kreativität der Passanten.

Diese Kunst, durch ein paar Striche aus einem Plakat eine Satire zu machen, hatte ich schon fast für ausgestorben gehalten. Ich muss aber ehrlicherweise zugeben, dass mir in zunehmendem Maße zu den Plakaten einiger Parteien auch nichts Lustiges mehr einfällt, sei es, weil sie entweder nur noch widerlich und abstoßend oder völlig unaussagekräftig sind

***

Ganz im Gegensatz zu den widerlichen Plakaten hat mich die folgende Aktion beeindruckt, weil sie so gar nicht in die heutige Leistungs- und Ellenbogengesellschaft passt:

https://www.sportbuzzer.de/artikel/fair-play-gegner-schenken-verungluckten-vfb-jungs-den-titel/

Ob im bezahlten Fußball sowas auch klappen würde?

***

Und zum Ausklang:

https://www.zeit.de/zeit-magazin/2019/21/beluga-wal-hvaldimir-gesellschaftskritik

Schönes Wochenende!