Die mehr oder weniger 1000 Fragen (2)

Heute war große Shopping-Tour für den Camper und ich hatte keine Zeit groß zu schreiben. Aber auch wenn ich ja animiert worden bin eine Dokumentation zum Umbau des Transporters zu machen, heute nur Teil 2 der 1000 Fragen. Die kann ich so schön zwischendurch mal beantworten und an so Tagen wie heute eine Konserve öffnen.

Hier ging es übrigens los mit den Fragen, wer alle Antworten nochmal lesen will und auch mehr über die Fragen wissen möchte.

12. Was möchtest du dir unbedingt irgendwann einmal kaufen?

Das unbedingt stört mich jetzt, das klingt so nach „…wenn das nicht klappt, bin ich todtraurig“.

Ja, es gibt Dinge, die ich mir gerne einmal kaufen würde. Bei unbedingt fällt mir jetzt nur etwas zu Essen und zu Trinken für heute Abend ein, ich muss gleich noch einkaufen.

13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne?

Vielleicht wäre ich gerne ein bisschen ordentlicher und organisierter. Aber ich finde mich charakterlich, so wie ich bin, eigentlich ganz gelungen.

14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen?

Keine so wirklich, eher dann Vlogs auf youtube, sowas wie Cruising the Cut, Narrowboat Experience, Sampson Boat, Arcorn to Arabella und Vandamonium.

15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen?

So klassisch Phantasialand oder sowas? 1990 im Zivildienst mit der Werkstatt für angepasste Arbeit

16. Wie alt möchtest du gern werden?

So alt, dass ich mit dem, was ich zu dem Zeitpunkt noch machen kann, zufrieden bin. Auch mit jetzt fast 50 geht schon nicht mehr alles, aber nichts, womit ich nicht leben könnte.

17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück?

An jeden in der Normandie. Wenn ich dort ankomme, bin ich zurück an dem Ort, wo ich mich wirklich wohl fühle und an den ich ganz viele und eigentlich fast nur gute Erinnerungen habe.

18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an?

Die Unfassbarkeit, jemanden zu lieben aber nicht zurückgeliebt zu werden, nur gemocht, vielleicht als guter Freund. Das Herz zieht sich zusammen, der Boden geht verloren und die Welt bricht zusammen.

Chet Baker passt dann in jeder Form.

19. Hättest du lieber einen anderen Namen?

Nö. Ziemlich selten und eigentlich höre ich ihn sehr gerne.

20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt?

Ständig, aber nicht pathologisch. Ich hinterfrage gerne mein Handeln und Denken, zweifeln ist da aber wohl überzogen.
Die Situation echten Zweifels lasse ich hier aber raus.

21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken?

Ja und nein.

Mir ist schon wichtig, was die Menschen von mir denken, die mir wichtig sind und deren Meinung ich schätze.  Die versuche ich auch in einem inneren Dialog zu antizipieren, um Entscheidungen zu treffen.
Und nein, weil ich nicht mit dem Strom schwimme.

22. Welche Tageszeit magst du am liebsten?

Morgens um 5, mit dem ersten Kaffee auf der Terrasse und dem Gefühl den Morgen ganz für mich zu haben. Aber die Antwort gilt auch nur für den Sommer.

23. Kannst du gut kochen?

Gerne für andere, denen schmeckt’s und das glaube ich dann einfach mal.

24. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am besten?

Spätfrühling, Frühsommer und Altweibersommer (oder darf man das nicht mehr sagen?). Ich mag es, wenn die Luft ein bisschen frischer ist, so bis max 25°.

25. Wann hast du zuletzt einen ganzen Tag lang nichts gemacht?

Da stört mich schon wieder das nichts, das ist so wertend.

Man kann nicht nichts tun, so wie man nicht nicht kommunizieren kann. Und einfach mich mal nicht dem hektischen „Ich muss doch irgendwas tun, wie steh‘ ich denn sonst da?“ hinzugeben, finde ich schon sehr entspannend.

26. Warst du ein glückliches Kind?

Ja.

Das ist doch mal eine Antwort, die so richtig toll in einen Blog passt. Nicht viel schreiben, nicht viel zu lesen. Aber mehr kann ich dazu nicht sagen, weil jede Erklärung das nur verwässern würde.

27. Kaufst du oft Blumen?

Nein. Ich habe 3 Pflanzen in der Küche und der Garten wächst auch ohne mein Zutun, das hätte ich vor ein paar Tagen geantwortet. Aber dann habe ich den Schnitt ja völlig versaut und Lavendel in die Kübel an der Terrasse gepflanzt.
Sonst mal ab und zu ein Blümchen im Topf für den Küchentisch oder zum Verschenken.

28. Welchen Traum hast du?

Einen?

29. In wie vielen Wohnungen hast du schon gewohnt?

3 (noch kürzere Antwort als 26.)

30. Welches Laster hast du?

„Müßiggang ist aller Laster Anfang“ (Brecht/Weill – die 7 Todsünden)

Der Definition der 7 Hauptlastern des christlichen Abendlandes folgend dann mal bestimmt die Wollust, ein bisschen Faulheit und auch Völlerei (Reihenfolge aber nicht von mir, sondern von Wikipedia).
Aber ob das schon Laster sind, hängt ja auch davon ab, wo man die Grenze zieht.

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Hier gehts dann weiter mit noch mehr Antworten

Meinen Senf dazu

 

Als gestern um 18 Uhr die ersten Prognosen kamen, hab’ ich mich gefreut, mit der Zeit ließ die Freude nach, weil es einen ja dann doch ärgert, wenn die AfD ständig noch ein paar Zehntel dazu bekommt. Um kurz nach 8 und dann nochmal um 11 aber der Nackenschlag mit Frankreich und Italien und dem Gewinn der Rechtsextremen in diesem Ländern.
Und wo soll ich demnächst Urlaub machen? Auf Balkonien, weil in Witten wenigstens die Grünen gewonnen haben und die AfD es “nur” auf 9,11% gebracht hat?

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Ich bin ja nicht mehr ganz so frisch und habe mit meinen Eltern auch schon 1979 bei der Eröffnung von Ikea in Kaarst eingekauft. Und in den darauf folgenden Jahren war es ja so, dass man nicht immer alles bekam. Dann fuhren wir auch noch nach Kamen oder Godorf, weil wir den Geheimtip hatten, da gäbe es die gesuchte Schranktür oder die Beine für die Küchenschränke noch. Nachlieferungen standen meist in den Sternen.

Ich wollte ja jetzt im Camper Gardinen aufhängen, die von der Ikea sind zwar zu lang, aber ich habe ja eine Nähmaschine. Und die Matratze Jömna ist zwar auch zu breit und zu lang, aber sehr preiswert, und auch daran kann ich noch herumschnippeln und nähen.

Siehe da, die Matratzen bekomme ich in Wuppertal im Moment nicht, aber in Dortmund, nur dass da die Gardinen wieder nicht vorrätig sind. Ist also wie Anfang der 80er, damals hatten die Grünen auch einen Sprung in der Wählergunst gemacht. Geschichte wiederholt sich also doch.

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Aber genug genörgelt. Die Pfingstrosen blühen und die Rosen werden auch immer schöner:

 

Auf Regen folgt immer …

Sonnenschein. Das fing schon damit an, dass von DHL heute morgen um 3:35 Uhr die Nachricht kam, das Smarte Phone käme doch schon am Freitag. Um 12:54 war dann der Paketbote da, um 13:17 lief das Dingen schon wieder, auch wenn die diversen Updates, Installationen und Updates der Updates erst noch weiter installiert werden mussten.

Was ich ja so gar nicht verstehe: Im Januar hatte ich das gestern zerlegte Teil ja erst bekommen und damals nicht nur Modell und Hersteller, sondern auch von  Android 7 auf 8 gewechselt. Trotzdem war damals google  mit seiner Sicherung in der Lage selbst meine etwas komplizierten Email-Accounts bei Bluemail wieder herzustellen. Diesmal, gleiches Betriebssystem, gleiches Handy, keine Wiederherstellung der Email-Accounts.

Verstehen tue ich das jetzt nicht, auch wenn ich ja immer behaupte, Computer würden einen nicht ärgern, weil das eine zu menschliche Interpretation wäre. Die folgen ja immer nur ihrem Programm. Muss also doch ein Anfangswertproblem sein.

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Mit dem Camper-Van ging es auch weiter. Nach der Grundreinigung gestern habe ich dann heute die Dachlatten für die Unterkonstruktion des Boden zurecht geschnitten, mit der Hilfe von Hanzo, meiner Japansäge. Die hat zwar einen anderen Markennamen, ich nenn’ sie aber immer so, weil sie so scharf ist wie ein Hanzo-Schwert bei Tarantino. Das Auto heißt übrigens Georges, so benannt nach “Georges le Tueur” von Georges Wolinski.

Nach dem Zusägen habe ich die Klebestellen im Auto noch mit Aceton gereinigt und  dann die Latten festgeklebt. Nicht alle, irgendwann gingen mir die Steine zum Beschweren und der Bewegungspielraum aus. Aber seht selbst:

Ich behaupte nicht, dass das die beste aller Möglichkeiten ist, einen Transporter zum Camper umzubauen, aber für mich reicht es. Darauf kommen dann OSB-Platten, die hat sich der Sohn gewünscht, er findet die so schön und an die Fenster Gardinen von der Ikea. Und dann wird die Idee Camper-Van erstmalig auf den Prüfstand gestellt.

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Ich schulde Euch noch ein Bild vom Lavendel an der Terrasse.

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Im Hintergrund läuft immer noch Rüdiger Baldauf, am 22. Juni zu hören mit Edo Zanki und Joo  Kraus beim Düren Open Air, und für die, die es dahin nicht schaffen, am 3. Oktober in Hamm, dann mit Max Mutzke.

Auch für sowas freu’ ich mich auf den Camper Van.

Bitte Löschen

Ihr kennt auch die Tage die man am liebsten löschen würde.

Das fing schon damit an, dass ich gerne  gestern Nachmittag über ein in meinen Augen fremdenfeindliches Verhalten geschrieben hätte, was ich mir verkneifen musste, um eine mir sehr nahe stehende Person nicht wieder als Nestbeschmutzer im Rahmen institutionellens “eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus” darstehen zu lassen.

Weiter ging es dann mit dem Kommentar von Hannes Schrader in der Zeit zu Rezo’s “Ich zerstöre die CDU.”-Video. Bisher hatte ich die Zeit eigentlich wegen ihres intellektuellen Anspruchs geschätzt, aber dieser Kommentar hat dann doch an diesem Glaube gerüttelt. Was ich dazu denke, schreibe ich jetzt besser auch nicht.  Herbert Wehner, der sich in die heutige Zeit versetzt wahrscheinlich gut mit Rezo verstanden hätte, würde jetzt sagen, der Autor bade “[…]gerne lau, so mit Schaumbad”. Lol Digger.

Zur Krönung habe ich dann heute Morgen noch das Smartphone gecrashed, habe die Kaffeetasse fallen lassen und von 12 m² Küche hat die Tasse genau die 5,5” Display getroffen, die auf dem Küchentisch lagen. Erst war nur das Display schwarz, die grüne LED blinkte aber noch. Kurze Zeit später wandelte sich das aber in Rot und nichts ging mehr.

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Der Vormittag war dann mit der Suche nach einem neuen belegt. Nach langem hin und her wird es wieder das gleiche. Bestellt und 2 Stunden später schon verschickt, vielleicht ist es ja morgen schon da.

So albern es klingt, aber wenn die Brotscheibe nicht läuft, komm’ ich mir vor, als wenn ich auf einer einsamen Insel wäre. Aber jetzt nicht so mit schönem Strand, Palmen  und azurblauem Wasser, eher so gestrandet, ohne Wasser, Brot und die Möglichkeit ein Floss zu bauen. Banane das, ist aber so,

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Zum Ausgleich habe ich dann heute Nachmittag mit dem Camper-Van angefangen.

Ich habe diese Idee, “sage nicht Projekt, wenn du nicht Hornbach meinst”, bewusst  erstmal klein angesetzt. Da ja die Bank nun endlich weg ist und die Ladefläche des Boxers frei ist, konnte ich anfangen. Im ersten Schritt will ich erstmal nur einen Boden einziehen, eine ausziehbares Bett einbauen, Vorhänge vor die Fenster und gut ist. O.K. einen kleinen mobilen Gaskocher für den Kaffee noch mit rein, Campingtisch, aber dann soll auch gut sein.

Die Gummimatten waren schnell raus, mal ordentlich durchgesaugt, dann doch noch eine Stunde lang gewischt, man sah das aus unter den Matten. Richtung Wochenende sollen dann die Latten rein geklebt werden, damit ich da den Boden drauf verschrauben kann.

Schee sieht’s aus, vielleicht wird das ja doch noch was mit dem ersten Test am langen Christi Himmelfahrts Wochenende, wenigstens könnten mir dann nicht wieder vor der Tür irgendwelche Deppen am Vetertag Hakenkreuze auf mein Auto sprühen.

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Und weil ich dafür noch ein paar Dachlatten brauchte, hab’ ich gleich im Baumarkt noch Lavendel für die Terrasse gekauft, für Bienenfreunde stand da drüber. Der Sohn springt zwar bei jedem Gesummsele gleich auf und geht rennen, aber wir hatten die Idee trotzdem gleichzeitig. Also jetzt ein bisschen Provence in Garten.

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Den Abend habe ich dann im Garten mit Musik ausklingen lassen, trotz des ersten “zu kalten”  Monats seit März 2018:

“Erst wenn Du warten kannst …”, das Handy kommt laut Sendungsverfolgung wohl erst am Samstag. “Dann ist das so”, sagt der Sohn. Recht hat er.

Trotzdem bin ich mir immer sicherer, dass die Engel auf den Wolken Flügelhorn spielen, das mit den Harfen sind bestimmt nur Fake-News.

Das Biest in meiner Küche

Kennt Ihr das Biest des Monsieur Racine, dieses wunderbare Kinderbuch von Tomi Ungerer?

Bisher dachte ich ja immer, das sei nur eine Bildergeschichte, bis eben in meiner Küche genau dieses Untier sein Unwesen trieb:

Und wie auch bei Ungerer entpuppte es sich als etwas ganz harmloses, da hatte sich Paul beim spielen (wenn auch mit meiner Unterstützung) so in einem alten Sweatshirt verfangen, dass der Kopf im Ärmel hing. Ich hab‘ ihn aber wieder befreit, wenn auch erst nach dem Bild.

Grund genug das schöne alte Buch mal wieder herauszukramen. Dem Sohn hat auch gefallen, was Papa so vor 45 Jahren “gelesen” hat.

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Ich hatte das Vergnügen, Tomi Ungerer vor Jahren mal bei Christoph Kuhlmann in der „Auberge Schupferen“ in den Vogesen begegnen zu dürfen, auch wenn ich nicht behaupten kann, ihn kennengelernt zu habe. Aber Schupferen is auch ohne Ungerer absolut empfehlenswert. Meine Empfehlung: Terrine oder überbackenen Ziegenkäse zur Vorspeise, als Hauptspeise was es gerade gibt oder Fleisch-Schnacka und Meringue glacée zur Nachspeise. Ganz wichtig: Vorher anrufen und fragen, ob offen ist und vielleicht auch einen Tisch reservieren.

Bei schönem Wetter kann mit dem Sonnenuntergang im Rücken Richtung Schwarzwald bis über das Rheintal sehen, und wenn nicht, ist man da auf 1150 m auch schon mal über den Wolken.

(Bildquelle)

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Heute war dann noch die Generalprobe für das Jubiläumskonzert der Musikschule Heiligenhaus am Samstag um 17 Uhr.

Hingehen lohnt sich immer. Und die Musikschule kann jede Unterstützung beim Streit mit der Stadt um den vermehrten Einsatz von Honorarkräften statt bisher fest eingestellter Lehrer brauchen.
Aber was die Investition in kulturelle Bildung bedeutet, zeigt sich nicht nur bei so einen Konzert. Auch langfristig “rechnet” sich sowas, selbst wenn der Kämmerer das als “Defizit” bezeichnet.

Mehr Infos zur Musikschule Heiligenhaus und zum Konzert gibt es hier

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Und zum Schluss dann noch ein Stückchen Musik vom Blasorchester der selbigen. Denkt euch mal die 40 weg und schreibt eine 50 hin, dann stimmt das schon.

Die mehr oder weniger 1000 Fragen

Beim Bloglesen bin ich immer wieder auf die 1000 Fragen vom Flow-Magazin gestoßen, die sich Johanna in ihrem Blog wohl als erste beantwortet hat. Ich liebe Fragenkataloge! Einerseits regen so Fragen ja zum Nachdenken an, andererseits lese ich auch gerne die Antworten anderer.

Eigentlich wollte ich die Fragen der Reihe nach beantworten, ohne sie vorher alle gelesen zu haben. Aber während der Beantwortung kamen mir Bedenken und ich habe dann doch erstmal alle gelesen.

Beim Blogschreiben habe ich ein paar Grundprinzipien, von denen ich nicht abweichen will. Dazu gehören die Persönlichkeitsrechte, nicht nur meine, sondern auch die meiner Umgebung. Bei einzelnen Fragen würde ich diese aber verletzen. Ich bin da zwar mir gegenüber nicht zimperlich, aber es gibt auch Dinge über mich, die sind höchstens für meine engsten Freunde und Angehörigen bestimmt oder betreffen eben diese. Diese Fragen lasse ich dann lieber aus, bevor ich mir dann irgendwas Belangloses aus den Fingern sauge.

Zusätzlich hatte der Fragebogen wohl ursprünglich Frauen als Zielgruppe, auch wenn lackierte Fingernägel (415) und Lippenstift (507) bei Männern in meinen Augen jetzt auch nicht anrüchig sind und bestimmt noch besser aussähen als manch’ blasiertes Business-Outfit.

Aber los:

1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal gemacht?

Tolle Frage gleich zu Beginn.

Da habe ich ja lange drüber nachgedacht: Bootbauen 2017, Kanufahren im Sommer 2018, Brotbacken auf dem Stein im Herbst 2018, Mailand kurz vor Oster 2019 …

Zählen eigentlich lange nicht mehr gemachte Dinge auch dazu? Sowas wie Segeln zum ersten Mal nach 34 Jahren (aber das ist erst im Sommer an die Reihe)? Und kommt nicht von Heraklit der Satz, dass man nicht zweimal in denselben Fluss steigen kann?

Aber dann fiel es mir ein, Bloggen, zum ersten Mal am 16.05.2019!
Oder doch angefangen die 1000 Fragen zu beantwortet?

2. Mit wem verstehst du dich am besten?

„My significant other“ würde ich hier jetzt gerne schreiben, fällt aber aus Mangel an einer entsprechenden Person aus.

Allgemeiner verstehe ich mich mit denen gut, die mich auch verstehen.

3. Worauf verwendest du viel Zeit?

Also ganz rational betrachtet auf Schlafen, da komme ich schon auf 6 – 7 Stunden pro Tag, Arbeiten teilt sich ja auf in Tinten und Toiletten. Denken vielleicht, bleibt ja nicht aus.

4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen?

Also der klassische Witz ist eigentlich nicht so mein Ding, gut, der mit Gott und Petrus beim Golfen schon. Kennst Du nicht??? Ich bekomme ihn nicht mehr genau hin, aber google hilft:

Gott und Petrus spielen Golf. Gott verzieht seinen Abschlag, der Ball rollt in Richtung Sandbunker. Da kommt eine Maus und packt den Golfball, dann kommt eine Katze und packt die Maus, dann kommt ein Adler und packt die Katze und schwingt sich mit ihr in die Luft, dann kommt ein Blitz und schlägt in den Adler mit der Katze mit der Maus mit dem Golfball, der Golfball fällt genau ins Loch. Petrus: “Wat iss jetzt? Spielen wir Golf oder blödeln wir rum?”

Aber laut lachen doch eher über anderes, aber die Frage zum Humor kommt ja erst später (77.)

5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst?

Hmm, vom Kopf her nicht, aber dann irgendwie doch, warum eigentlich?

6. Woraus besteht dein Frühstück?

Kommt drauf an, meist Selbstgebackenes, mal mit was Salzigem, mal mit was Süßem obendrauf. Kommt auch immer auf die Unterlage an. Küles (Rezept folgt irgendwann mal) nur mit Butter.

7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben?

Grumpf (siehe 2.) … dem Sohn beim Gute-Nacht sagen.

8. In welchem Punkt gleichst du deiner Mutter?

Warum nur der Mutter? Ach ja, der Vater kommt erst bei 216.

Also gleichen wäre zu viel gesagt, aber nacheifern, in der Küche und als Hausmann.

9. Was machst du morgens als Erstes?

Wieder mal genau genommen den Wecker aus, Handy ausstöpseln und aufstehen. Dann Frühstück machen (Mo.-Fr.) oder nur einen Milchkaffee (Sa. und So., aber dann ohne das Weckergedöns vorher).

Und Mist, schon wieder vergessen den Flugzeugmodus aus zu machen.

10. Kannst du gut vorlesen?

Achtung, Spoiler Alarm!
Ob gut oder nicht, können doch nur die Zuhörer entscheiden. Auf die Frage, ob ich gerne vorlese, würde ich mit Ja antworten.

Als Jugendliche haben wir uns den Herrn der Ringe gegenseitig vorgelesen, das war toll. Könnte ich mir auch heute noch vorstellen. Ich liebe aber auch gute Hörbücher.

11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt?

Weiß ich nicht mehr, liegt irgendwo in dem Alter, dass ich nicht mehr rekonstruiert bekomme. Ein Bild, dass ich dazu im Kopf habe, zeigt mich, wie ich vor Weihnachten im Keller in den Schränken nach Geschenken suche. Da habe ich wohl nicht mehr geglaubt, dass der Weihnachtsmann die da schon mal abgelegt hat, um den Stress am 24. zu vermeiden.

Außerdem hieß das bei uns das Christkind.

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Das muss für heute reichen, ab 12. dann demnächst (findet ihr hier).

Saisonabschluss

Dieses Wochenende konnte ich schön draußen in der Sonne sitzen beim Bloggen. Mit 21° nicht so warm, dass es mir das Hirn weg brutzelte aber auch nicht so frisch wie in den Tagen davor, als ich, wenn die Sonne dann mal weg war, doch lieber wieder nach drinnen geflüchtet bin.

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Gestern war ja der letzte Spieltag der Bundesliga und ich gestehe, ich habe den Virus auch, von dem Dieter Nuhr sagt, er sei wie Herpes, man habe es, es komme immer wieder und man ärgere sich darüber:

Fortuna Düsseldorf 1895 e.V.

Ich muss sagen, ich bin stolz auf „meine“ Fortuna. Mit einem Saisonetat von 60 Millionen Euro, der bei den Bayern noch nicht mal für den Ankauf eines Spielers reichen würde, hat sie es geschafft in der ersten Saison nach dem Wiederaufstieg die Klasse zu halten und ins Mittelfeld der Tabelle zu rücken.

Viele Mannschaften haben gesagt, sie hätten Fortuna unterschätzt und deshalb verloren. Und warum haben sie dann, nachdem sie in den Spielen in Rückstand geraten waren, nicht einfach besser gespielt?

Bewundernswert dabei Friedhelm Funkel, der, wenn auch nicht am Spielfeldrand so aber doch über die Saison immer ruhig geblieben ist und seiner Mannschaft das nötige Vertrauen gegeben hat.

Nochmal, Platz 10, Chapeau!

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Habt Ihr mal versucht, eine 3er-Rücksitzbank für einen Peugeot Boxer/Fiat Ducato/Citroën Jumper los zu werden (und das e mit den zwei Pünktchen in der Sonderzeichentabelle zu finden)? Man was ein Akt. Beobachter auf Ebay gab es genug, aber keiner wollte das Dingen haben, egal zu welchem Tarif ich es auch angeboten hatte. Selbst bei einer Versteigerung für 1 Euro bin ich die Bank nicht los geworden, und die war wirklich noch fast unbenutzt.

Aber Freitagabend dann die Anfrage per Mail, „Was were der letzter Preis“. Und sofort kam mir die Hetze über „Teppichhändler“ und „die sollen auf ihrem fliegenden Teppich wieder nach Hause fliegen“ und ähnliche Hassreden in Erinnerung, die ich schon viel zu oft über solche Anfragen in irgendwelchen Diskussionen lesen musste.

Ich einigte mich mit diesem sehr freundlichen und zurückhaltenden Mann, er kam pünktlich, nach schon 500 km an diesem Tag, meldete sich sogar vorher noch und brachte eine Tafel Merci „von den Kindern“ mit, bei denen die Bank demnächst ihre Dienste tun soll. Später hat er sich dann nochmal über Whatsapp gemeldet, hat sich erneut bedankt und erzählt, dass er jetzt mit der Bank und dem Auto auf dem Weg nach Polen zu einem Kinderheim sei.

Verglichen mit anderen Kontakten über Ebay war mir das noch der angenehmste. Und ich freue mich, dass ich nicht gefeilscht habe, auch wenn ich im Nachhinein auf die 20 Euro gerne verzichtet hätte.

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Am 30. April hatte jawl Christian auf hmbl einen wunderschönen Beitrag zum internationalen Jazz Tag, der genau in mein musikalisches Herz getroffen hat. Das hat mich mal wieder viel Candy Dulfer hören lassen. Ihr für mich immer noch bewegenstes Stück „Lily was here“ ist von ihrer ersten Platte, hier aber in der Live-Version aus Amsterdam:

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Mittlerweile regnet es draußen. Ich wünsche Euch eine schöne Woche und gehe jetzt, trotz des Regens, mit dem Sohn noch ein Eis essen.

Backtag

Heute war mal wieder Backtag. Im Herbst hatte ich mit dem Sohn ein Video über die Spur der Teiglinge (SWR vom 14.12.2011) gesehen und danach war ihm fast jegliche Lust auf Brot vom Bäcker oder dem Supermarkt des Misstrauens verloren gegangen, auch wenn Schokomürbchen oder Laugenstangen immer gehen, egal woher.

Seitdem durfte ich dann meiner neuen Leidenschaft des Backens frönen. Das hatte ich schon vor Jahren versucht, mit mäßigem Erfolg. Ja, irgendwie war das Brot. Aber nicht der große Wurf, eher ein traditionelles Nahrungsmittel, das aus einem Teig aus gemahlenem Getreide (Mehl), Wasser, einem Triebmittel und meist weiteren Zutaten gebacken wird (Wikipedia). Klingt jetzt schon nicht sehr appetitanregend, oder? Eine Offenbarung waren dann die Rezepte aus dem Plötzblog. Schöne klassische Vorgehensweise mit wenig Hefe, viel Zeit und oft mit Sauerteig. Und Lutz verrät dort auch die Geheimnisse, die für das Gelingen von Nöten sind.

Heute war mal wieder das Weizensauerteigbrot dran, ein Brot nur aus Weizensauerteig, Weizenmehl, Salz und Wasser.

Duft und Geschmack sind fantastisch und die Krume schön grob und unregelmäßig.  Da schmeckt einfach alles zu, ob Butter mit Honig zum Frühstück, nur mit Butter und einem kräftigen Camembert oder mit Kräuterbutter beim Grillen.

Das Brot hat demnächst auch mal einen extra Bericht verdient.

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Nachdem ich ja gestern das Stückchen Musik auf dem Organophon hatte, muss ich heute noch eines meiner Lieblingsstücke nachschieben:

Nicht nur, dass das Original (Film und die Musik) zu meinen Favoriten zählt, auch der Klang der Orgeln von Odin aus der Nähe von Lyon haben es mir angetan. Und diese fantastische Familie, die, von diesen tollen Menschen mal ganz abgesehen, ihrer Tätigkeit mit Hingabe nachgeht und ihre “Produkte” offensichtlich noch liebt. Definitiv eines meiner zukünftigen Reiseziele mit dem Camper Van.

Damit soll es jetzt aber auch erstmal gut sein mit den mechanischen Musikinstrumenten.

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Ich finde das schönste an Wahlwerbung ist immer noch die Kreativität der Passanten.

Diese Kunst, durch ein paar Striche aus einem Plakat eine Satire zu machen, hatte ich schon fast für ausgestorben gehalten. Ich muss aber ehrlicherweise zugeben, dass mir in zunehmendem Maße zu den Plakaten einiger Parteien auch nichts Lustiges mehr einfällt, sei es, weil sie entweder nur noch widerlich und abstoßend oder völlig unaussagekräftig sind

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Ganz im Gegensatz zu den widerlichen Plakaten hat mich die folgende Aktion beeindruckt, weil sie so gar nicht in die heutige Leistungs- und Ellenbogengesellschaft passt:

https://www.sportbuzzer.de/artikel/fair-play-gegner-schenken-verungluckten-vfb-jungs-den-titel/

Ob im bezahlten Fußball sowas auch klappen würde?

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Und zum Ausklang:

https://www.zeit.de/zeit-magazin/2019/21/beluga-wal-hvaldimir-gesellschaftskritik

Schönes Wochenende!

Erster

Jetzt habe ich also viele  Stunden damit verbracht diesen Blog hier aufzusetzen. Eigentlich wollte ich das schon früher mal versucht haben, aber irgendwie war da immer die Hemmung im Kundenmenu etwas hochzuladen.

Ich muss ja zugeben, dass ich in der Zeit von “Bin ich schon drin” mit AOL damals die ersten Schritte gemacht habe, mit einer dieser “20 Stunden gratis” CDs, denen man, ob man wollte oder nicht, nicht entgehen konnte. Selbst eine Dose Ravioli war nur mit Vorsicht zu öffnen. Irgendwann hatte ich mal einen Shop, auch wieder “gemietet” und nur mit ein paar einfachen Werkzeugen zu gestalten und mit Inhalt zu füllen.

Und jetzt der Blog, eigentlich wieder ganz einfach und mit ähnlichen der mir bekannten Mittel zu verwirklichen. 

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Und was schreib ich jetzt hier, in diesen allerersten Beitrag? Gleich mal ein großes philosophisches Thema, das viral geht, mich an die Spitze bringt und von dem die Leser später mal sagen “Weißt Du noch damals der erste Beitrag…”? Oder ein paar lustige Katzenvideos (interner Scherz, aber das Wort kennt die Rechtschreibkontrolle nicht, so wie T9 nicht die Hundebilder), die bringen ja auch immer ordentlich Klicks. Oder soll ich so tun, als gäbe es schon einen Haufen Beiträge vorher und platze herein, wie in eine Kurzgeschichte? Oder doch eher mit Erklärungen, warum ich (was) schreibe, welche Themen ich immer wieder mit aufnehmen will und einem Konzept?

Einem Konzept ? (Anschwellende Orgelklänge im Hintergrund, Grand Jeu.) Lassen wir das (Orgel bitte auch wieder aus).

Aber wer liest überhaupt die ersten Beiträge? Nicht viele, denke ich, aber auch für die soll es sich lohnen.

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Der Sohn hat heute morgen noch vor der Schule (und wie immer in der letzten hektischen Phase vor dem aus dem Haus gehen) noch ein schönes Stück auf einem Organophon bei youtube ausgegraben. Was der so immer findet.

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Um viertel nach elf dann der Anruf vom Sohn, dass Papa seinen Schulbus mal anschmeißen solle, er habe jetzt schon Schluss. Trotzdem war bei ihm die Laune am Boden.

Er will ja jetzt ein Schoko-Ticket, nicht um zur Schule zu fahren (“Der Bus ist so scheiße”), sondern für die Fahrt zu Omma und Oppa. Antrag ausgefüllt und in der Schule mit dem Hinweis auf den von selbiger auszufüllenden Teil und die Fahrtkostenübernahme abgegeben. Zurück bekam er den dann unausgefüllt und mit einer angehängten Schulbescheinigung – fertig.

Ich denke mal, aber vielleicht denke ich auch schon wieder zuviel (und eh schon zum zweiten Mal in diesem Beitrag), dass der VRR ein Formular hat, weil sie das gerne ausgefüllt haben möchten. Und zu der Fahrtkostenübernahme steht auf der Webseite:

Ist der Schulweg zur nächstgelegenen Schule länger als 3,5 km, haben Sie ggf. Anspruch auf Fahrtkostenübernahme. Für den entsprechenden Antrag wenden Sie sich bitte direkt an das zukünftige Schulsekretariat. Bei Anspruch auf Fahrtkostenübernahme leitet das Sekretariat Ihren ausgefüllten Antrag weiter.
(Quelle: https://www.schokoticket.de/)

Also hat der Sohn dann heute wieder den Antrag ins Sekretariat geschleppt, mit einem freundlichen (sic!) Post-It seines Vaters. Das mache sie mit keinem Schüler anders, war die Reaktion. Der Sohn hat dann echt noch versucht zu argumentieren, hätte aber wohl auch mit einem Baum diskutieren können.

Sie musste den Antrag aber doch nochmal annehmen, wegen der Kostenübernahme. Das müsse sie erstmal prüfen (und wo er überhaupt wohne). In ihrem Arbeitseifer hatte sie das beim erstem Mal wohl vergessen. Dass sowohl die Konrektorin als auch die Klassenlehrerin und die Sonderpädagogin das massiv unterstützen, hatte sie in dem Zuge wohl auch nicht mitbekommen.

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Vielleicht ein bisschen passend zu dem oberen Absatz stellt hmbl Christian heute zu seinem Lieblingsthema Inklusion fest:

Ja, über die Durchführung, über die praktische Ausgestaltung gibt es viel zu diskutieren. Aber wissen sie warum? Weil die, die für sich beschlossen haben, die Normalität zu definieren, so lange ausgegrenzt haben – und weil der Rückbau jetzt in Einzelfällen natürlich etwas unbequem sein kann.
Das ist aber ein selfmade Problem, das hat nichts, aber auch überhaupt nichts mit den „Behinderten“ zu tun.
Die sind nämlich nicht behindert, die werden behindert.

(Quelle: https://hmbl.blog/die-kinder-der-utopie/)